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Jeff Bridges steuert auf erste Statuette zu

Für viele wird er immer "der Dude" bleiben. Die Rolle des drogenaffinen Althippies in "The Big Lebowski" war eine der Paraderollen für Jeff Bridges und verschaffte dem vielfach Oscar-nominierten Schauspieler Kultstatus.

Mit der Rolle des Bad Blake, eines alkoholkranken Countrymusikers in “Crazy Heart”, könnte es nun zwölf Jahre später mit dem ersten Oscar klappen. In der Kategorie des “Besten Hauptdarstellers” stehen Bridges mit Morgan Freeman als Nelson Mandela in “Invictus” und George Clooney in “Up In The Air” aber wieder einmal große Kaliber gegenüber. Außenseiterchancen haben Colin Firth (“A Single Man”) und Jeremy Renner (“The Hurt Locker”).

Es ist die bereits fünfte Oscar-Nominierung für Bridges, der mit seiner Performance als abgehalfterter Countrymusiker nicht nur die Golden-Globe-Jury und den Schauspielerverband (Screen Actors Guild) überzeugte. Der 60-Jährige, der als einer der besten Schauspieler Hollywoods erachtet wird, durfte auch zahlreiche Kritikerpreise mit nach Hause nehmen und gilt am 7. März als großer Favorit für die Oscar-Verleihung. Es wäre wohl auch höchste Zeit, den Mann aus Filmen wie “Die letzte Vorstellung”, “Tron”, “Starman” oder “Die fabelhaften Baker Boys” endlich den wichtigsten Weihen der US-Filmindustrie zuzuführen.

Als größter Konkurrent für Bridges wird Morgan Freeman gehandelt, der in seiner Traumrolle als Nelson Mandela in Clint Eastwoods “Invictus” eine überzeugende Leistung ablieferte. Trotz mehrerer Oscar-Nominierungen hat es für den 72-Jährigen bisher nur zu einem Oscar als “Bester Nebendarsteller” für seine Rolle in “Million Dollar Baby” gereicht – ebenfalls unter der Regie von Clint Eastwood. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen, dass sich der schwarze Edel-Mime die Goldstatuette nun auch in der Königskategorie abholt. In die Entscheidung eingreifen könnte auch Everybody’s Darling George Clooney, der in “Up In The Air” Flugmeilen sammelt und von Firma zu Firma tingelt, um dort Angestellte zu kündigen. Der mehrfach Oscar-nominierte Virtuose hält bisher auch erst bei einem Nebenrollen-Oscar für seinen Part im Politthriller “Syriana”.

Eher aussichtslos scheinen dagegen die Hoffnungen von Colin Firth und Jeremy Renner, die jeweils zum ersten Mal nominiert sind: Firth, einst als Mr. Darcy in der BBC-Verfilmung von Jane Austens Roman “Stolz und Vorurteil” berühmt geworden, versucht als in die Jahre gekommener, homosexueller Literaturprofessor in “A Single Man” von Tom Ford die Jury auf seine Seite zu ziehen. Und der 38-jährige Jeremy Renner, eindeutig der Jüngste im Feld, spielt im Irakthriller “The Hurt Locker” den risikofreudigen Bombenentschärfer William James. Renner war der einzige der Nominierten, der für seine Darstellung nicht auch für einen Golden Globe nominiert war.

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