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Jedes Kind hat zumindest ein Talent, das muss man fördern!

Markus Hengstschläger, Pamela Markstaler, Kilian Tschabrun
Markus Hengstschläger, Pamela Markstaler, Kilian Tschabrun ©Christof Egle
Informativer und zugleich unterhaltsamer Vortrag von Prof. Markus Hengstschläger in Zwischenwasser 
Vortrag Professor Dr.Markus Hengstschläger

Im Rahmen des Leader Projekts „Bildungsnetzwerk Zwischenwasser“ ist es den Verantwortlichen rund um Projektkoordinatorin Pamela Markstaler gelungen einen echten Vortragsgiganten in den Frödischsaal zu holen. Markus Hengstschläger promovierte bereits mit 24 Jahren zum Doktor der Genetik und leitet heute das Institut für Medizinische Genetik an der Universität Wien. Neben seinem eigentlichen Fachgebiet beschäftigt sich der Erfolgsautor intensiv mit den Fragen der Bildung der Zukunft. Einem begeisterten Publikum erläuterte er in einem packenden Vortrag seine Thesen.

“Die Durchschnittsfalle”

Hengstschläger sieht in jedem Kind mindestens ein Talent schlummern, welches gefördert werden muss. Die Schwierigkeit besteht meist darin, dieses Talent zu erkennen und nicht verkümmern zu lassen. Viel zu sehr herrsche an heutigen Schulen, die Durchschnittsfalle. Wenn das Kind im Durchschnitt ist, alles in Ordnung. Neben den grundlegenden Fähigkeiten wie Schreiben, Rechnen und Lesen, soll jedes Kind bewusst in seinen Stärken gefördert werden und nicht in seinen Schwächen. Dieses Konzept trägt den Titel „Flexicurity“, eine Wortkreation aus Flexibilität und Security, und werde derzeit über die vieldiskutierte Bildungspflicht zumindest ansatzweise umgesetzt.

Ergebnis der Erziehung

Die viel gescholtene heutige Jugend ist laut Hengstschläger, das Ergebnis der Erziehung der Eltern und zitiert dabei den römischen Philosoph Seneca, der bereits vor 2000 Jahren feststellte: „Die Talente der Gegenwart können nicht erblühen, weil ihre Elterngeneration Angst vor der Zukunft hat.“ Ein Zitat welches für den Vortragenden perfekt auch in die heutige Zeit passt.

Österreichs positive Zukunft sieht der Genetiker nur im Finden von Antworten, auf die es heute noch keine Fragen gibt. Nur gute Ideen können das Land in Zukunft führen, da wir keine anderen bedeutenden Ressourcen außer uns selbst haben.

Einführung von Talentscouts

Hengstschläger plädiert neben der Einführung der flächendeckenden Ganztagsschule auf die Einführung von Talentescouts in den Schulen, neben den klassischen Pädagogen. Auch möchte er zwei neue Schulfächer einführen. Erstens Intrapersonelle Intelligenz: jedes Kind soll erkennen was es kann und was es nicht kann und als zweites Interpersonelle Intelligenz, das Erlernen von sozialen Fähigkeiten und Teamwork, damit jeder seine Talente auch in die Gesellschaft einbringen kann.

Dann ist für Professor Hengstschläger eines klar: Die Angst vor der Zukunft ist unbegründet, aber es braucht dazu einiges an Mut. CEG

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