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Jeder Krieg macht die Welt schlechter

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Aus der Ohnmacht gegenüber Krieg und Gewalt sieht Bischof Benno Elbs Nächstenliebe als Ausweg.

"Krieg zerstört menschliche Leben, und Krieg zerstört auch die Seelen von Menschen", erklärt Diözesanbischof Benno Elbs in Vorarlberg LIVE. Die Bilder aus dem Kriegsgebiet machen betroffen, auch hier fernab der Kämpfe. Krieg zerstört Leben, Seelen und Beziehungen.

Glaubt man den ukrainischen Behörden, muss man nach einer Woche der Kampfhandlungen mit über 2000 zivilen Opfern rechnen. Umso mehr werden die Flucht vor den Kämpfen antreten. Viele Menschen erleben derzeit vor allem ihre eigene Ohnmacht. "Ihr kann man immer nur eines entgegensetzen: Sich fragen, was ist eigentlich noch der Spielraum den ich als Mensch, den wir als Gesellschaft haben", ist der Bischof überzeugt. Tausende Mitarbeiter der Caritas in der Ukraine selbst engagieren sich für die Opfer der Kampfhandlungen. Und auch wir können bereitstehen, in gelebter Nächstenliebe Flüchtlinge willkommen zu heißen.

Sichtbar groß ist der Drang der Vorarlberger, den unschuldigen Opfern des Krieges zu helfen. "Im ersten Moment ist der Impuls natürlich, was kann ich sammeln, was kann ich hinschicken", weiß Elbs. Er bittet um Verständnis, dass professionelle Hilfe anders funktioniert: "Menschen vor Ort fragen, was sind die Bedürfnisse und diese dann melden." Am flexibelsten und zielgerichtet könne man daher gerade mit Geld helfen, um die größte Hilfe bieten zu können.

Getrennte Familien

Frauen und Kinder fliehen das Land, teilweise wie am Beispiel der Familie Markotenko aus Göfis. Sie nahmen ihre Nichten und Neffen auf, deren Eltern mussten im Kriegsland bleiben. "Die Seelen der Kinder sind natürlich verwundet", betont Elbs die erlebten Traumata der Flüchtlingskinder. Hier zeige sich auch die Bedeutung einer menschlichen, einer moralischen oder spirituellen Begleitung und Unterstützung der Menschen.

Gleichzeitig sind wir alle von zwei Jahren Pandemie müde. Deswegen braucht es eine psychische Hygiene: Abwechslung suchen, nicht zu viel vom Krieg in sich aufzunehmen. Wichtig bleibt dabei auch das Gespräch und sich nicht der Ohnmacht hinzugeben. Man dürfe die Zuversicht nicht wegwerfen, dass das Gute sich irgendwie durchsetzen wird. "Davon bin ich überzeugt", betont Bischof Elbs.

Vorarlberg hilft

  • Caritas: Raiba Feldkirch, IBAN:AT323742200000040006;
  • Ukraine-Nothilfe; Rotkreuz: Volksbank, IBAN: AT244571000131020005

Die ganze Sendung zum Nachsehen

(VN/VOL.AT)

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