"Jeder Femizid ist einer zu viel"

Nadine Dunst-Ender kämpft seit Jahren gegen Gewalt an Frauen.
Nadine Dunst-Ender kämpft seit Jahren gegen Gewalt an Frauen.
Tag gegen Gewalt an Frauen #sagwas: VOL.AT sprach mit Nadine Dunst-Ender, die sich seit Jahren für ein Thema starkmacht, das gerade in Österreich mit 28 mutmaßlichen Frauenmorden brisanter ist denn je.

16 Tage gegen Gewalt: Mit dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen rückt erneut ein Thema in den Mittelpunkt, das gerade in Österreich leider besonderen Stellenwert genießt. Inzwischen starben allein in der Alpenrepublik heuer 28 Mädchen und Frauen und wurden mutmaßlich Opfer von männlicher Gewalt. "Jeder Femizid ist einer zu viel. Und was hier bei uns passiert, macht einen sprachlos", unterstreicht Nadine Dunst-Ender in einem emotionalen VOL.AT-Interview die Brisanz des Themas. Seit Jahren kämpft die junge Mutter aus Rankweil für Gleichberechtigung und gegen Gewalt an Frauen.

"Frauenhass hat viele Gesichter"

"Es geht hier um ein tief in der Gesellschaft verwurzeltes, strukturelles Problem. Beginnend bei der Erziehung, über die Rolle von Frauen in der Gesellschaft, Diskriminierung und Ungleichbehandlung in der Arbeitswelt bis hin zum abschätzenden Belächeln ... Frauenhass hat bedauerlicherweise viele Gesichter", führt die Vorderländerin weiter aus. Vor allem Männer stünden in der Pflicht, was auch eine neue Kampagne des Sozialministeriums unterstreicht.

"Gewalt gegen Frauen
ist kein importiertes Problem"

"Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein strukturelles Problem. Ist ein Frauenmord weniger schlimm, wenn das Opfer nicht aus Österreich stammt? Im Gegenteil. Unser gemeinsames Ziel muss sein: Kein Mann tötet eine Frau in Österreich. Punkt", richtet Nadine Dunst-Ender einen flammenden Appell an uns alle.

Anlaufstellen für
Opfer von Gewalt an Frauen

ifs Gewaltschutzstelle

Gewaltfrei Vorarlberg

Selbsthilfe Vorarlberg

Frauen Helpline: 0800 222 555

Polizei Notruf: 133 oder 112

(VOL.AT)

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