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Jedem Jugendlichen eine Chance

Um 40 Prozent mehr Geld als 2005, konkret 6,5 Mill. Euro, werden Arbeitsmarktservice (AMS) und Land Vorarlberg heuer gemeinsam in die Hand nehmen, um der Jugendarbeitslosigkeit den Kampf anzusagen

Jedem Jugendlichen soll die Chance auf einen Arbeitsplatz oder wenigstens eine Qualifizierungs- oder Betreuungsmaßnahme eröffnet werden, damit der er leichter Beschäftigung findet. „Jedenfalls jedem motivierten Jugendlichen, denn die Betroffenen müssen auch wollen, dass ihnen geholfen wird“, bekräftigten heute im Landhaus LH Herbert Sausgruber und AMS-Chef Anton Strini.

Sie taten dies im Anschluss an einen „Jugendbeschäftigungsgipfel“, zu dem sich beim Landeshauptmann neben dem AMS auch die Sozialpartner und der Gemeindeverband versammelt hatten. Mit erwähnten Mitteln werde man unterm Strich 3000 „Maßnahmenplätze“ anbieten können, präzisierte Strini, demzufolge es sich dabei um Qualifizierungs-, Beschäfitgungs- und Unterstützungsmaßnahmen handelt. Wie von beiden schon angekündigt, wurden per 20. Jänner jene 369 Jugendlichen, die länger als 3 Monate erfolglos nach einer Stelle Ausschau gehalten hatten, angeschrieben und zu einem Beratungsgespräch ins AMS eingeladen. „Wir machen ihnen die Zusage, dass sie in spätestens weiteren drei Monaten eine der 1190 offen gemeldeten Stellen angetreten bzw. ein Qualifizierungs- oder Betreuungsangebot unterbreitet bekommen haben werden“, erläuterte der Landeshauptmann.

Wie Strini darlegte, haben per 8. Februar (also nach nur 18 Tagen) 28 der 369 Angeschriebenen schon eine Arbeitsstelle angetreten, 117 eine Schulung angefangen, weitere 159 einen Beratungstermin bereits vereinbart. „Es gibt aber auch 18, die keinerlei Rückmeldung abgaben. Wo null Interesse an einer Vermittlung da ist, sind auch wir mit unserem Latein am Ende – wir müssen uns auf Unterstützung und Begleitung derer konzentrieren, die motiviert sind eine Arbeit aufnehmen zu können“, betonten Sausgruber und Strini.

Laut Sausgruber wächst Vorarlbergs Wirtschaft durchaus dynamisch: Allein letztes Jahr hat sie 1396 neue Jobs geschaffen. Wenn junge Menschen dennoch ohne Arbeit dastünden, liege das meist an mangelnder Qualifikation und / oder zu geringer Mobilität, auch was das Tätigkeitsfeld angeht. „In solchen Fällen sind es immer öfter Deutsche, die sich mit so einem Angebot nicht zweimal bitten lassen“, nannte der LH eine weitere der aktuellen regionalen Arbeitsmarkt-Realitäten.

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