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Jede Tour selbst erwandert

Klaus - Er kennt die heimische Bergwelt wie seine Westentasche. Kaum ein Stein, den Rudolf Mayerhofer nicht benennen könnte. Kaum verwunderlich also, dass sein Wissen auch für Buchverlage und Fachzeitungen goldeswert ist.

Der Löwenzahnverlag weiß jedenfalls, was er an dem studierten Wirtschaftsingenieur aus Klaus hat. Eben sind „Die schönsten Bergwanderungen“ in Buchform erschienen und schon kann sich Rudolf Mayerhofer über den nächsten Auftrag freuen. Auch die schönsten Alpwanderungen soll es bald einmal in gebundener Form geben.

Kreuz und quer

Das Schreiben macht dem HTL-Lehrer keine Probleme. „Ich habe während der Studienzeit ein bisschen geübt“, sagt er lachend. Noch weniger Schwierigkeiten bereitet ihm das Recherchieren vor Ort. Dafür ist Mayerhofer einfach zu gerne in luftigen Höhen. Dass er die mehr als 250 Tourenvorschläge, die im neuen Buch zu finden sind, höchstpersönlich abgelaufen ist, versteht sich fast von selbst. Auch 168 Gipfel kreuzten dabei seinen Weg. Keinen einzigen ließ der Bergfex aus.

Er sei nicht einer, der Höhenmeter zähle. Wiewohl sämtliche Tourdaten in einer Datenbank gespeichert sind. Aber: „Die Arbeit am Buch wurde fast zur Manie“, gibt der Fünfzigjährige zu. Der Anspruch nach größtmöglicher Vollständigkeit jagte ihn fast zwei Jahre kreuz und quer durchs alpine Gelände. Jetzt ist das Buch mit 460 Seiten ein richtiger Schmöker geworden. „Und das umfassendste Werk dieser Art, das es jemals für Vorarlberg gegeben hat“, merkt der Autor sichtlich stolz an.

Ausgeklinkt

Dabei konnten sogar ihm einmal die Berge den Buckel runterrutschen. Als Kind war Rudolf Mayerhofer viel und gerne mit seinen Eltern unterwegs. Während der Pubertät klinkte sich der Knabe allerdings aus. „Nie mehr wieder auf einen Berg“, schwor er sich in Anbetracht des mühseligen Aufstiegs zu den „Drei Schwestern“. Heute gehört das Kraxeln dort für ihn zum Feierabendprogramm. Den Umschwung brachte das Bundesheer, wo der inzwischen staatlich geprüfte Berg- und Skiführer „einige Kollegen hatte, die mich mitzogen“. Heute braucht der durchtrainierte Mann keine zusätzliche Motivation mehr. Wann immer es geht, tauscht Rudolf Mayerhofer die „Hektik des lauten Alltags“ gegen die Ruhe im Gebirge.

Serie für „VN“-Leser

Und lässt andere praktisch als Führer und theoretisch als Autor teilhaben, wie etwa die „VN“-Leser, für die er einige der schönsten Routen in einer Serie zusammengefasst hat. Gerade erst hat auch „Berge“, eine deutsche Fachzeitschrift, dem Montafon einen Schwerpunkt gewidmet. Ebenfalls verfasst und bebildert von Rudolf Mayerhofer. „Es gibt nicht nur den Merian“, merkt dieser ironisch an. Was die Montafoner Touristiker sicher freuen wird.

Präsentation im Medienhaus

Schwarzach (VN) Rudolf Mayerhofers Buch „Die schönsten Bergwanderungen in Vorarlberg“ wird am Mittwoch, 27. Juni, um 19.30 Uhr im Vorarlberger Medienhaus in Schwarzach präsentiert. Der Eintritt zur Buchpräsentation ist frei.

ZUR PERSON

Rudolf Mayerhofer
Geboren: 20. August 1957 in Bludenz
Wohnhaft: Klaus, verheiratet, 2 Kinder Ausbildung: Studium für Wirtschaftsingenieur und Maschinenbau, 16 Jahre in der Industrie tätig, seit fünf Jahren Lehrer für Produktions- und Qualitätsmanagement an der HTL Bregenz.
Hobbys: Das, was ich gerade mache.

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