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Japan: "Superbazillus" tötete Einjährigen

Ein japanischer Bub ist nach einer Infektion mit medikamentenresistenten Bakterien gestorben. Es sei der erste Todesfall durch den "Superbazillus" MRSA außerhalb eines Krankenhauses in Japan.

Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag.

Der Methicillin-resistente-Staphylococcus-Aureus (MRSA) tritt normalerweise vor allem bei Krankenhaus-Patienten mit geschwächtem Immunsystem auf. Die Verbreitung von MRSA außerhalb von Krankenhäusern stellt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin ein neues, ernst zu nehmendes Problem dar. In den vergangenen sieben Jahren seien weltweit solche Infektionen aufgetreten.

Der japanische Bub sei im vergangenen Jahr an Lungenentzündung gestorben, berichtete Kyodo unter Berufung auf Ärzte. Nach der Diagnose sei der Einjährige mit Antibiotika behandelt worden, zehn Tage später jedoch gestorben. In seinem Blut wurden den Angaben nach die resistenten Bakterien gefunden. Wie sich der Bub angesteckt habe, sei nicht bekannt. Es werde aber vermutet, dass sich Menschen durch Hautkontakt infizieren könnten. Der Tod des Kindes verdeutliche die Gefahr einer Ausbreitung des Bazillus in der Allgemeinheit.

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