James May über Jeremy Clarkson: "Er ist ein Ar..., aber ich mag ihn eigentlich"

Unterstützung für den suspendierten Clarkson (r.) á la James May.
Unterstützung für den suspendierten Clarkson (r.) á la James May. ©Telegraph/Screenshot; AP
Nach der Suspendierung von "Top Gear"-Moderator Jeremy Clarkson, der ein Crew-Mitglied geschlagen haben soll, äußert sich jetzt Co-Moderator James May zu der Sache. - Der BBC drohen Regressforderungen in Millionenhöhe.

In Großbritannien gibt es derzeit nur ein Thema: Die Suspendierung des “Top Gear”-Urgesteins Jeremy Clarkson durch die BBC. Offiziell heißt es weiterhin, es habe nach den Dreharbeiten einen “Tumult” im Hotel der Crew gegeben und der Vorfall werde untersucht. Die verbleibenden beiden Sendung der aktuellen Staffel werden vorläufig jedenfalls nicht ausgestrahlt.

Widersprüchliche Aussagen über Faustschlag

Inoffiziell heißt es, Clarkson habe einen Sendeleiter geschlagen, weil die Hotelküche bereits geschlossen hatte und er kein warmes Essen mehr bekommen sollte. Andere Quellen berichten, der Moderator sei zwar nicht handgreiflich geworden, habe dem Producer allerdings “jedes nur erdenkliche Schimpfwort” an den Kopf geworfen und sei kaum zu bändigen gewesen.

“Unterstützung” für Clarkson von James May

Unterstützung bekommt Verbal-Haudegen Clarkson nun von seinem Co-Moderator James May (“Captain Slow”), in für “Top Gear” typischer Art und Weise.

Als Reporter des “Daily Telegraph” ihn fragen, ob er Clarkson unterstütze, antwortet er: “In vielen Punkten nicht. Ich hab es schon oft gesagt: Der Typ ist ein Ar…, aber eigentlich mag ich ihn.”

“Top Gear” am Arbeitsamt

Den Medienrummel hält May für überzogen: “Das Ganze wird ein bisschen lächerlich.” An den Vorfall im Hotel könne er sich sowieso nicht erinnern: “Ich war sturzbetrunken.” Andere Reporter fingen Jeremy Clarkson auf dem Weg zu seinem Auto ab, er äußerte sich aber nicht weiter zum Vorfall selbst und meinte nur, er müsse zu einem Termin beim Arbeitsamt.

Unterstützung für “Jezza” von Cameron

Am Mittwoch meldete sich schließlich auch niemand geringerer als der britische Premierminister David Cameron in der Affäre zu Wort. Laut “Guardian” glaubt Cameron, dass Clarkson inzwischen einiges bedaure, was geschehen sei. Er hoffe auf eine Klärung der Angelegenheit, andernfalls wären sehr viele Zuschauer enttäuscht – seine Kinder inklusive.

Die Petition #BringBackClarkson, die fordert Jeremy Clarkson wieder auf Sendung zu lassen, schon über 700.000 Unterstützer unterschrieben.

“Top Gear”: Die Cash-Cow der BBC

Es spricht einiges dafür, dass die BBC die Sendung nicht aufgeben will. Denn “Top Gear” ist mit Abstand die erfolgreichste Produktion der BBC. Alleine in Großbritannien hat die Sendung regelmäßig sieben Millionen Zuseher, weltweit erreicht man in 214 Ländern über 350 Mio. Menschen

Ein Erfolg, der sich auch finanziell für die BBC lohnt. Laut Ian Morris, ehemaliges Mitglied des Teams und mittlerweile Journalist bei Forbes, verdient die BBC im Ausland mehr als 50 Millionen Pfund (rund 70,1 Mio. Euro) pro Jahr allein mit den Senderechten. Die Einnahmen aus Merchandising, DVDs und Ablegern in den USA und China nicht mit inbegriffen.

Und genau das könnte der BBC nun Ärger bringen. Denn liefert man nicht aus, wie nun vorläufig bei den letzten beiden Sendungen der laufenden Staffel, drohen der BBC Regressforderungen in Millionenhöhe. Dass der finanzstarke Konkurrent “Sky” Clarkson abwerben möchte, ist ebenfalls kein Geheimnis.

Bei der BBC werden der Vorfall und seine Folgen also sehr ernst genommen. BBC-Generaldirektor Lord Tony Hall kümmert sich darum, ebenso Fernsehchef Danny Cohen. Eine Disziplinarkommission befasst sich mit der Geschichte, Anwälte sind eingeschaltet.

#BringBackClarkson

Derweil geht auf Twitter der Shitstorm gegen die BBC weiter. Fans sind empört und wollen ihren Helden zurück, hier einige der lustigeren Tweets: (red)

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