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Jagdberg kämpft mit dem Image

(VN) Schlins - Der Jagdberg heute ist mit damals nicht vergleichbar. Dennoch wirken die Schatten der Vergangenheit. VN-Interview mit Gerhard Heinritz, Leiter des Sozialpädagogischen Internats Jagdberg.

Seit wann leiten Sie das Sozialpädagogische Internat am Jagdberg?

Heinritz: Seit August 2004. Aktuell betreuen wir 50 Kinder und Jugendliche, 24 davon stationär und 26 ambulant.

Gibt es Wartelisten?

Heinritz: Das nicht, aber wir sind voll besetzt. Mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten Sozialpädagogen, Psychologen und Sozialarbeiter. Im stationären Bereich haben wir drei Wohngruppen mit jeweils acht Bewohnern und fünf Sozialpädagogen. Ambulant ist jeweils ein Mitarbeiter für zwei Kinder zuständig.

Wie schwer lastet die Vergangenheit auf dem Jagdberg?

Heinritz: Zuerst einmal weiß ich von diesen Jahren nichts. Auch nicht aus dem Mund früherer Mitarbeiter. Natürlich, wenn ich an meine Jugend zurückdenke, ich bin in den 1960er-Jahren aufgewachsen. Damals herrschten ganz andere Erziehungsmethoden. Wenn ich nur daran denke, wie wir heute am Jagdberg mit den ­Familien der Kinder arbeiten . . . Damals lebten die Kinder bis zu sieben Jahre lang am Jagdberg. Kamen mit acht Jahren herauf und sind bis zum 15. Lebensjahr geblieben. Das wäre heute undenbkbar. Wir setzen für jedes Kind und dessen Familie einen eigenen Mitarbeiter ein und arbeiten mit ganz anderen Betreuungsschlüsseln.

Hat sich das Image des Hauses gewandelt?

Heinritz: Ich spüre, dass immer noch sehr viele Resentiments vorhanden sind in der Bevölkerung. Wir haben mit dem Image von damals zu kämpfen. Allein die Tatsache, dass auf dem Jagdberg früher bis zu 100 Kinder stationär gelebt haben, ist in der Erinnerung lebendig. Dabei ist alles längst anders geworden.

Gewalt ist in der Erziehung tabu?

Heinritz: Natürlich.

Was passiert, wenn sich ein Erzieher nicht daran hält?

Heinritz: Uns ist Transparenz sehr wichtig. Sollte sich jemand nicht entsprechend dem Leitfaden des Vorarlberger Kinderdorfs als Träger der Institution verhalten, kann das bis zur Anzeige und Entlassung führen. Aber seit ich hier bin, hat es solche Maßnahmen noch nicht gegeben.

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