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JA zum NEIN

Ulrich Gabriel
Ulrich Gabriel ©.
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Ich tu mich echt schwer mit Nein sagen. Auch wenn das NEIN bedrohlich vor mir steht. Auch wenn es klitzeklein und versteckt ist. Ja, ich gebe es zu. Ich bin damit aber nicht allein. Viele sagen ja beim Katastrophen fern sehen, dass es so nicht weitergehen kann, noch mehr meinen ja, dass jetzt endlich gehandelt werden muss und dass die Politik ja nichts macht und dass keiner sich getraut endlich NEIN zu sagen, weil ja jeder auf sich schaut und auf seinen Geldbeutel und dass das Hemd bei allen näher als der Rock ist und jeder weiß noch ein Beispiel und hat das gelesen und jenes. Und alle sind sich einig. Man kann ja eh nichts machen. Es kommt wies kommt. Dann kommt die Rede auf Afrika, und dann kommt Orban, der ja recht hat und Trump, der sich ja wenigstens was traut, und dass die EU ja sowieso nichts zusammenbringt und bald zusammenbricht, und dass es viel zu wenig regnet, und nach den frühreifen Mostbirnen kommt noch der Islam, und dass immer noch mehr Kopftücher zu sehen sind, und je weiter das Problem weg ist, um so mutiger werden einige im Sitzen. Und wenn die Rede auf das Mittelmeer kommt, lauter. Alle bleiben sitzen.

Nebeneinander. Auf der endlosen Latrine. Wes die Hose voll ist, des geht der Mund über. Sie sitzen bis sie sich nicht mehr wegbewegen können, mit jedem Wort werden die Hosen voller, voller persönlicher Angst vor dem unbemerkten Wegsterben. „Und halten fest das Sparbüchle in der Hand und fürchten um ein Kulturerbe und nichts leuchtet ihnen.“

Mir ist klar geworden, dass ich mich vor dem NEIN nicht mehr lange drücken kann, dass ich demnächst aufstehe und mich entferne von der endlosen Latrine.

Am Morgen flattert ein Mail herein. Da steht in großen Lettern: „AS LANGAT. Wir sagen: So nicht! Der drohende großflächige Verlust bester landwirtschaftlicher Böden durch fragwürdige Bau- und Industrieprojekte, mangelhafte Raumplanung, das rasante Vorantreiben des Massentourismus mit naturzerstörenden Projekten durch Investoren, die den alpinen Raum als ihre Spielwiese für profitable Geschäfte betrachten, massive Eingriffe in den Wasserhaushalt, ausufernder Individualverkehr, ein grassierendes Artensterben durch Intensivierte Landwirtschaft und die Plünderung natürlicher Ressourcen sind nur einige Beispiele für mangelnden Naturschutz in unserem Land, der mit zunehmendem Unbehagen gesehen wird. Diese alarmierende Entwicklung verlangt nach einem deutlichen Zeichen des Protestes! AS LANGAT! Komm mit, setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen pro Naturschutz! UFWACHA, UFSTOH, MITGO! Montag, 27. August 9:00 Uhr. Im Hafenbereich Bregenz beginnt ein Protestmarsch durchs Land bis auf die Bielerhöhe. Schlusskundgebung ist am Freitag, 31. August auf der Bielerhöhe. Mehr auf www.alpenschutzverband.at

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