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IWF warnt vor dramatischer Rezession weltweit

Der Internationale Währungsfond (IWF) erwartet schwierige Zeiten
Der Internationale Währungsfond (IWF) erwartet schwierige Zeiten ©APA (AFP)
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat wegen der Corona-Krise seine Schätzungen für die Weltwirtschaft innerhalb weniger Monate so stark gesenkt wie nie zuvor.
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2020 werde vermutlich die schlimmste Rezession seit der Großen Depression in den 1930er Jahren bringen, heißt es am Dienstag im IWF-Ausblick. Für Österreich erwartet der IWF einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 7 Prozent.

"Diese Krise ist wie keine andere bisher", so der IWF. Die wirtschaftliche Lage sei noch schlimmer als in der Finanzkrise 2008/09. Für 2021 wird eine kräftige Erholung erwartet, der IWF räumt aber ein, dass diese Schätzung in erster Linie von der Dauer der Pandemie abhängt und am Ende auch Makulatur sein kann.

Weltwirtschaft schrumpft

Die Weltwirtschaft wird demzufolge 2020 um 3,0 Prozent schrumpfen. Damit wurde die Jänner-Schätzung um satte 6,3 Punkte reduziert. In der Finanzkrise hatte die Weltwirtschaft in etwa stagniert, damals waren primär Industriestaaten betroffen. Doch jetzt sind de facto alle Länder in Mitleidenschaft gezogen.

Positiv wertete der IWF die schnellen und umfangreichen Rettungsprogramme zahlreicher Regierungen, die sich auf mehrere Billionen Dollar summieren. Dazu kämen die Hilfen der Notenbanken rund um den Globus. Laut IWF sollte im zweiten Halbjahr eine allmähliche Erholung einsetzen. 2021 dürfte die Weltwirtschaft dann um 5,8 Prozent wachsen.

7 Prozent BIP-Rückgang in Österreich erwartet

Für Österreich erwartet der Währungsfonds 2020 einen BIP-Rückgang um 7 Prozent. Für 2021 wird dann mit einer Erholung der Wirtschaftsleistung und einem BIP-Anstieg um 4,5 Prozent gerechnet. Die österreichischen Wirtschaftsforscher hatten in ihrer am 26. März veröffentlichten Prognose einen Rückgang des BIP um mindestens 2,0 Prozent (IHS) bzw. 2,5 Prozent (Wifo) für heuer prognostiziert. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartete Ende März in einem moderaten Szenario einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,2 Prozent. 2019 ist die heimische Wirtschaft noch um 1,6 Prozent gewachsen.

Laut der IWF-Prognose liegt Österreich heuer gleichauf mit Deutschland, wo ebenfalls ein BIP-Rückgang von 7,0 Prozent gesehen wird und etwas besser als der Durchschnitt der Eurozone mit einem erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 7,5 Prozent.  Bei der Arbeitslosenrate (nach Eurostat-Definition) in Österreich rechnet der IWF für 2020 mit einem Anstieg auf 5,5 Prozent, nach 4,5 Prozent 2019. 2021 sollte die Erwerbslosenquote auf 5,0 Prozent sinken. Bei der Inflationsrate wird ein Rückgang der Verbraucherpreise (nach EU-Definition) auf 0,4 Prozent im Jahr 2020 erwartet, nach 1,5 Prozent im Vorjahr. Für 2021 wird ein Anziehen der Inflationsrate auf 1,7 Prozent erwartet.

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(APA/dpa)

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