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Ivica Osim: "Schwachsinnige Fragen"

Japans Fußball-Teamchef Ivica Osim ist beim Asien-Cup auf die japanischen Medien weiterhin nicht gut zu sprechen.

Der ehemalige Sturm-Graz-Trainer, dessen Mannschaft ins Halbfinale eingezogen ist, bedachte am Dienstag auf einer Pressekonferenz selbst die harmlosesten Fragen erneut mit kuriosen Antworten. „Vielleicht werde ich einfach alle elf Spieler auswechseln, weil wir ja gegen einen anderen Gegner spielen“, meinte der 66-Jährige auf die Frage nach dem Halbfinalgegner Saudi-Arabien (Mittwoch).

„Ich weiß nicht, warum ich hier sitzen muss und jedes Mal diese schwachsinnigen Fragen beantworten muss. Es ist eine Schande“, fuhr Osim die japanischen Medienvertreter an. Der Bosnier forderte die Journalisten auf, nicht schon im Vorhinein nach Sündenböcken für eine eventuelle Semifinal-Niederlage zu suchen. „Wenn sie jemanden suchen, den sie für eine Niederlage Japans verantwortlich machen wollen, ich sitze vor ihnen“, meinte Osim schnippisch.

Osim verweigerte direkte Antworten und gab nur kurze und sarkastisch Wortspenden von sich. „Das ist keine sehr gute Frage“, war seine Replik auf die Frage eines tapferen Reporters, der sich nach dem Halbfinale erkundigen wollte. „Saudi-Arabien ist ein gefährliches Team. Unsere Spieler sind müde und so ist es durchaus möglich, dass wir ausscheiden“, war dem grantelnden Bosnier, der zu Turnierbeginn einen Übersetzer zum Weinen gebracht hatte, dann doch noch zu entlocken.

Japan geht beim Asien-Cup auf den dritten Titelgewinn in Folge los, gegen die Saudis (Sieger 1984, 1988, 1996) war man im Endspiel im Jahr 2000 erfolgreich. Osim fiel dazu ein, dass er nicht über die Vergangenheit der beiden Teams sprechen wolle: „Ich will nur über das morgige Spiel reden.“ Dann fügte er mit einem Lachen aber an: „Wenn man über das Spiel am Mittwoch redet, ist es wichtig, sich an die Geschichte der beiden Teams zu erinnern.“

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