Italien: Vier weitere Klubs belastet

Während Italien auf den am Samstag geplanten Beginn des Berufungsprozesses im Absprachen-Skandal wartet, laufen die Ermittlungen weiter. Vier neue Klubs sind am Mittwochabend unter Manipulationsverdacht geraten.

Die Staatsanwaltschaft von Neapel ermittelt nun u.a. gegen Erstligist Reggina Calcio und seinen Präsidenten Foti. Auch gegen US Lecce, FC Messina, und AC Siena sollen Ermittlungen laufen.

Belastet wurde Foti von einigen abgehörten Telefongesprächen mit Ex-Juventus-Manager Moggi, aus denen angeblich seine Verstrickungen zu den Schiedsrichtern hervorgehen. Foti wird Sportbetrug vorgeworfen. Nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung „Corriere dello Sport“ stünden 43 Personen auf der „Schwarzen Liste“ der neapolitanischen Staatsanwälte.

Auch wird befürchtet, dass wegen der neuen Ermittlungswelle die italienische Meisterschaft nicht planmäßig anlaufen könnte. Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Il Giornale“ ist es nicht auszuschließen, dass der „Campionato“ ein Jahr lang lahm liegt. Ursprünglich war der Meisterschaftsbeginn für 27. August geplant gewesen, doch wie aus Kreisen des italienischen Fußballverbands verlautbart wurde, muss der Start um mindestens drei Wochen verschoben werden.

Inter Mailand kämpft unterdessen nachträglich um den Meistertitel der Saison 2005/06. Ein Expertenkomitee des italienischen Fußballverbands muss entscheiden, ob die Ansprüche Inters auf den ’Scudetto’ berechtigt sind. Der kommissarische Verbandschef Guido Rossi wehrte sich jedoch gegen eine Vergabe des Titels an Inter, das die abgelaufene Saison auf Platz drei hinter Juventus und AC Milan abgeschlossen hatte: „Der ’Scudetto’ muss auf dem Spielfeld erworben werden.“

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