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Italien: Verhandlungsrunde zur Alitalia-Rettung

Die italienische Regierung ruft am Montag Gewerkschaften und Alitalia-Management an den Verhandlungstisch, um einen letzten Versuch zur Rettung der Airline zu unternehmen.

Ab 15 Uhr beginnen im römischen Regierungssitz die Verhandlungen unter Leitung von Arbeitsminister Maroni.

Der Minister will mit den Gewerkschaften und der Alitalia-Spitze Maßnahmen zur Rettung der Airline diskutieren, die in drei Tagen Streik Verluste in Höhe von fast 50 Millionen Euro angesammelt hat. Die Lage ist durchaus gespannt.

Die Position der Gewerkschaften ist geschw√§cht, nachdem die Belegschaft gegen den Willen der Arbeitnehmerorganisationen drei Tage lang ¬Ąwild¬ď gestreikt hatte, was den italienischen Flugverkehr lahm gelegt hatte. Dabei hatten sich die Gewerkschaften mit der Regierung am Donnerstag zum Ende der Protestaktionen verpflichtet, um den Verhandlungsbeginn mit dem Kabinett und der Alitalia-Spitze zu erm√∂glichen.

Entscheidender Punkt bei den Verhandlungen ist ein Dekret mit Hilfsma√ünahmen f√ľr den Flugverkehr, von dem Alitalia indirekt profitieren w√ľrde. Die Regierung Berlusconi denkt an ein Ma√ünahmenpaket zur Unterst√ľtzung der Luftfahrtbranche im Wert von 100 Millionen Euro. Laut den Gewerkschaften ist dieses Ma√ünahmenpaket notwendig, um Alitalia eine Zukunft zu garantieren.

Die Gewerkschaften wollen um jeden Preis Stellenk√ľrzungen bei Alitalia vermeiden. Sie bef√ľrchten, dass das Alitalia-Management mindestens 3.000 Arbeitspl√§tze streichen k√∂nnte.

Behinderungen im internationalen Reiseverkehr mit Italien drohen ab Montagabend auch bei der Bahn. Geplant ist ein 24-st√ľndiger Streik des Personals der italienischen Staatsbahn ab Montag 21.00 Uhr.

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