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Italien: Prodi baut Vorsprung aus

Nach dem TV-Duell zwischen Ministerpräsident Silvio Berlusconi und Romano Prodi baut die Opposition laut Umfrage ihren Vorsprung in Hinblick auf die Parlamentswahl im April aus.

Die oppositionelle Mitte-Links-Allianz „Unione“ würde 52 Prozent der Stimmen in der Abgeordnetenkammer erhalten, sollte dieser Tage gewählt werden, geht aus der vom Meinungsforschungsinstitut Demos-Eurisko durchgeführten Umfrage hervor. Das Regierungsbündnis um Berlusconi müsste sich mit 46,7 Prozent der Stimmen begnügen, berichtete die Tageszeitung „La Repubblica“.

Im Senat wird die Opposition laut Umfrage 51,3 Prozent der Stimmen erobern, die Regierungskoalition 47,2 Prozent. Bei einer ähnlichen Umfrage, die am 27. Februar durchgeführt worden war, hatten 51,4 Prozent der Befragten erklärt, sie würden für die Opposition stimmen, 46,4 Prozent betonten, sie wollten Berlusconis Bündnis wählen. Im Senat wollten am 27. Februar 50,5 Prozent der Befragten für Prodis Bündnis und 47 Prozent für Berlusconis Lager stimmen.

„Die Aufholjagd Berlusconis ist zu Ende. Die Zahl der unentschiedenen Wähler sinkt, Berlusconi hinkt immer mehr nach“, kommentierte „Repubblica“ die Resultate. Laut 36,2 Prozent der Befragten ist Prodi als klarer Sieger aus dem TV-Duell am Dienstag hervorgegangen. Nur 19,2 Prozent sind der Meinung, Berlusconi habe besser als sein Herausforderer abgeschnitten.

Berlusconi muss sich auch mit Konkurrenz aus den eigenen Reihen auseinandersetzen. Der Chef der rechten Alleanza Nazionale (AN), Gianfranco Fini, ist Italiens beliebtester Politiker. 59,6 Prozent der Befragten würden ihn wählen. Ihm folgen der linksdemokratische Bürgermeister von Rom, Walter Veltroni, mit 57 Prozent und Kammerpräsident Pier Ferdinando Casini mit 49,8 Prozent. Prodi erhält 43,5 Prozent, Berlusconi muss sich mit 39,7 Prozent begnügen.

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