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Italien: Offenbar Terroranschlag geplant

Drei islamische Extremisten, die einen Terroranschlag geplant haben sollen, sind von der Polizei in Italien festgenommen worden. Die Festnahmen wurden in Neapel und in der lombardischen Stadt Brescia vorgenommen.

Den drei algerischen Fundamentalisten mit Verbindungen zu einer radikalislamischen Salafistengruppe in Europa werden internationale Terroraktivitäten vorgeworfen. Die drei Männer hatten mit falschen Dokumenten in Norwegen gelebt, wie die römische Tageszeitung „La Repubblica“ am Donnerstag berichtete.

Die Festgenommenen seien „potenziell einsatzfähig und bereit zum Zuschlagen“ gewesen, berichteten die Sicherheitsbehörden. Die Verdächtigen hätten „nicht nur eine logistische Rolle gespielt, sich nicht nur um falsche Dokumente und den Erwerb von Geld für extremistische Organisationen gekümmert“, sondern hätten auch selbst eine aktive Rolle in der Planung eines Anschlags gespielt.

Die Gruppe verfügte demnach über ausgedehnte internationale Kontakte und habe neun zum Einsatz bereite Selbstmordattentäter in Marokko rekrutiert. Die Untersuchung wurde auf Grund von Informationen in die Wege geleitet, die der italienische Militärgeheimdienst Sismi gesammelt hatte.

Artikel 3 eines im Juli verabschiedeten Anti-Terror-Pakets sieht die sofortige Ausweisung von Ausländern vor, wenn es zur Vorbeugung des internationalen Terrors dient. Nach den Anschlägen in London am 7. Juli war es in Italien zur Festnahme von mehr als 150 Personen mit Verbindungen zu fundamentalistischen Netzwerken gekommen.

Italien hatte das Anti-Terror-Paket Ende Juli im Eiltempo beschlossen. Die Maßnahmen sehen den Einsatz der Armee bei Personenkontrollen und Durchsuchungen vor. Zur Identifizierung von Verdächtigen soll die Zwangsentnahme von DNA-Proben erlaubt sein. Die Dauer von vorläufigen Festnahmen soll auf 24 Stunden verdoppelt werden. Telefon und Internet sollen strikter überwacht werden.

Italien hat in den vergangenen Wochen bereits die Kontrollen zur Sicherheit so genannter einfacher Ziele wie U-Bahn-Stationen, Bahnhöfe, Einkaufszentren und Banken erhöht. Nach Angaben von Innenminister Giuseppe Pisanu werden in Italien 8.000 Einrichtungen bewacht.

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