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Italien: Journalisten streiken erneut

Zum dritten Mal in drei Monaten haben die italienischen Journalisten zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Damit wollen sie ihren Forderungen zur Erneuerung der Kollektivverträge Nachdruck verleihen.

Die Journalisten legen am Freitag und am Samstag die Arbeit nieder.

Journalisten und Arbeitgeber diskutieren schon seit Monaten über die Erneuerung der Kollektivverträge, über die Höhe der Einkommen und über die befristeten Arbeitsverträge. Die Gewerkschaft hat vorgeschlagen, die bis Jahresende geltende Regelung bis zum Jahr 2007 zu verlängern. Die Arbeitgeber lehnen das ab.

Die Journalistengewerkschaft FNSI beschuldigt den Verlegerverband FIEG, die Unabhängigkeit der Journalisten zu gefährden und ein produktives Modell voranzutreiben, das die Qualität im italienischen Informationssystem und die Rechte der Journalisten abbaut. „Die Verleger wollen sich nur auf Marketing, Werbung und Beschränkung der Personalkosten konzentrieren“, protestierte ein Gewerkschaftssprecher Dazu wollten die Verleger weiterhin schlecht bezahlte Freiberufliche Journalisten ausnutzen, bemängelte die Gewerkschaft.

Der Präsident des Verlegerverbands, Boris Biancheri, wies die Vorwürfe zurück. Im Rahmen des Budgets 2006, das die Regierung bis Jahresende zu verabschieden plane, seien Kürzungen geplant, die auch die Medienwelt stark belasten. In einer für die Zeitungen schwierigen Phase, in der die Werbung immer stärker in Internet und Fernsehen fließe, seien weitere Konzessionen an die Journalisten undenkbar. „Die Umsätze wachsen nicht und die Aussichten sind nicht heiter“, so Biancheri.

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