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Italien ist gewarnt: Costa Rica kein Sparringpartner

Italien hofft auf einen Einsatz von Star-Torhüter Buffon schon gegen Costa Rica.
Italien hofft auf einen Einsatz von Star-Torhüter Buffon schon gegen Costa Rica. ©EPA
Auf Italiens Fußball-Nationalmannschaft wartet nach dem gelungenen Auftakt gegen England ein vermeintlicher Punktelieferant. Am Freitag (18.00 Uhr MESZ) treffen die Azzurri auf Costa Rica. Die Mittelamerikaner haben mit dem 3:1-Sieg gegen Uruguay aber für Aufsehen gesorgt. Sie wollen sich auch gegen den vierfachen Weltmeister nicht mit einer Punkteteilung zufriedengeben.
Italien - Costa Rica ab 18 Uhr


Der Sieger der Partie hat beste Chancen auf den Achtelfinal-Einzug aus der Gruppe D – abhängig ist dies aber vom Ausgang der Donnerstag-Partie zwischen England und Uruguay. Für die Costa Ricaner wäre es bei ihrer vierten WM-Teilnahme der zweite Aufstieg in die K.o.-Runde nach Italien 1990.

Die für sie vorgesehene Rolle als Sparringpartner der “Weltmeister-Gruppe” haben die “Ticos” bereits abgelegt. Costa Rica überzeugte gegen Uruguay als starkes Kollektiv ohne sichtbare Schwächen. Mit Europa-Legionär Joel Campbell – der 21-Jährige war in der Vorsaison von Arsenal an Olympiakos Piräus verliehen – hat die Mannschaft im Angriff darüber hinaus einen pfeilschnellen Mann.

Gegen Uruguay schoss Campbell ein Tor, bereitete eines vor und wurde danach zum “Man of the Match” gewählt. Sein Teamchef Jorge Luis Pinto ist überzeugt, dass er auch gegen Italien brillieren kann. “Er ist sehr talentiert und hat eine hohe Geschwindigkeit”, lobte der Kolumbianer.

Die Kicker aus der 4,3-Millionen-Nation wähnen sich vor dem zweiten Duell mit Italien – 1994 setzte es in einem Freundschaftsspiel in den USA ein 0:1 – im Hoch. “Wir sind topmotiviert”, kündigte Mittelfeldspieler Christian Bolanos an. “Italien ist stark, und wir haben Respekt, aber am Ende entscheidet im Fußball auch, wie du dich fühlst.”

Aus dem Lager der Italiener kamen hingegen vorsichtige Töne. Man werde den Gegner nicht unterschätzen, lautete der Tenor. Ins offene Messer laufen wird die Mannschaft von Cesare Prandelli dem Außenseiter sicher nicht. “Wir müssen eine gesunde Angst vor Costa Rica haben”, betonte Mittelfeldspieler Daniele de Rossi sogar. Zugutekommen könnte dem Gegner die Ankickzeit um 13.00 Uhr Ortszeit und die damit verbundenen heißen Temperaturen.

Trotzdem seien natürlich drei Zähler das Ziel, betonte der dreifache WM-Teilnehmer. “Ich wünsche mir, dass wir schon gegen Costa Rica eine Runde weiterkommen”, sagte De Rossi. Zum Abschluss würde auf Italien am Dienstag die Partie gegen Uruguay warten, Costa Rica trifft im Parallelspiel auf England.

Italien hofft auf die Rückkehr von Kapitän Gianluigi Buffon, der nach seiner Knöchelverletzung von Salvatore Sirigu aber bestens vertreten wurde. Der 27-jährige Torhüter von Paris St. Germain könnte also ohne Bedenken erneut einspringen. Neben Buffon könnte auch Außenverteidiger Mattia de Sciglio nach seiner Verletzungspause gegen England in die Viererkette zurückkehren.

In Italien ist die Erwartungshaltung nach dem geglückten Start jedenfalls gestiegen. Alessandro del Piero traut der Squadra in Brasilien eine entscheidende Rolle zu. “Italien hat einen ausgezeichneten Eindruck gemacht, Entschlossenheit, Spielfreude, Persönlichkeit gezeigt”, sagte der Weltmeister von 2006. Auch der langjährige Teamkapitän Paolo Maldini traut seinen Nachfolgern den Finaleinzug zu: “Warum sollte das übertrieben sein? Es gibt Gelegenheiten, die hat man nur einmal im Leben.”

(APA)

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