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Italien: Innenministerium warnt vor Anschlag

Das italienische Innenministerium hat die Bevölkerung am Montag vor einem islamistisch motivierten Terroranschlag gewarnt. Die Sicherheitskräfte wollen sich mit Übungen im ganzen Land vorbereiten.

Bei den landesweiten Ermittlungen nach den Anschlägen in London und im ägyptischen Badeort Sharm el Sheikh sei ein „erhöhtes Risiko“ festgestellt worden, hieß es nach einer Sicherheitskonferenz in Rom. Von September an sollen in ganz Italien Übungen abgehalten werden, um die Reaktion auf einen solchen Anschlag zu trainieren.

Ziel sei es dabei, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, schnelle Hilfseinsätze und den sofortigen Beginn von Ermittlungen sicherzustellen, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Die italienische Polizei hat vergangene Woche unter anderem in Internet-Cafés und moslemischen Fleischhauereien ermittelt. 141 Personen wurden dem Ministerium zufolge festgenommen und 701 Ausweisungen angeordnet.

Die italienischen Sicherheitskräfte wollen sich mit Übungen im ganzen Land auf mögliche Terroranschläge vorbereiten, sagte Innenminister Giuseppe Pisanu nach einem Spitzengespräch von Sicherheitsexperten am Montag in Rom.„Das Risiko eines terroristischen Anschlags bleibt weiter hoch.“ Bei den Übungen im September solle unter anderem das Zusammenspiel von Sicherheits- und Rettungskräften für den Ernstfall geprobt werden.

Zugleich gab Pisanu bekannt, Anti-Terror-Fahnder hätten bei jüngsten Operationen in Islamistenkreisen über 140 Menschen festgenommen. In 700 Fällen sei eine Ausweisung aus Italien eingeleitet worden, hieß es weiter.

Italienische Medien berichteten, die Fahnder gingen davon aus, dass über 13.000 Denkmäler und Gebäude im Land gefährdet seien. Italien gilt seit langem als Ziel islamischer Terroristen. Diese drohten mehrfach mit Attentaten, falls die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht ihre Soldaten aus dem Irak abzieht.

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