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Italien: 200 Badende von giftiger Alge betroffen

Giftige Algen an der ligurischen Küste bei Genua haben bei rund 200 Badenden Übelkeit und Fieber verursacht. Auch Speisefische und Muscheln sind bedroht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt .

Die Staatsanwaltschaft von Genua hat eine Untersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verschmutzung eingeleitet, um allfällige Verantwortliche für die Algenseuche zu finden. Die Ermittler vermuten, dass wegen defekter Kläranlagen eine grosse Stickstoff- und Phosphatkonzentration im Meer vor Genua entstanden sei.

Die Gemeindeverwaltung der ligurischen Hafenstadt dementierte jedoch Probleme mit den städtischen Kläranlagen. Den Behörden waren in den letzten Monaten hohe Stickstoffwerte im Wasser vor der Küste Genuas gemeldet worden. Die Staatsanwälte schlossen nicht aus, dass Schiffe giftige Stoffe ins Meer geschüttet haben könnten. Auch Fische und Muscheln betroffen

Die Algen an der ligurischen Küste bei Genua, die bei Badenden Übelkeit und Fieber verursachen, bedrohen auch Speisefische und Muscheln. Das Gift der Alge (Ostreopsis ovata) dringt in die Leber und das Muskelgewebe der Tiere ein.

Allerdings sei der Verzehr von Meeresfrüchten nicht unmittelbar gefährlich, da die Konzentration des Gifts eher gering sei, sagten italienische Gesundheitsexperten. Dennoch sei der Verkauf von heimischen Thunfischen, Sardinen und Sardellen in der Hafenstadt spürbar gesunken, hiess es am Mittwoch. Baden und Meeresluft gefährlich

Laut Zeitungsberichten meldeten sich seit dem Wochenende rund 200©Badende mit Vergiftungssymptomen in Spitälern. Die Stadt Genua verhängte ein Badeverbot, das bis Donnerstag dauern sollte. Die Behörden warten auf die Resultate der Analysen, um festzustellen, wie verbreitet die Alge in den Gewässern der Hafenstadt ist.

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