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Istanbuler sollen nicht mehr duschen

Die Bewohner der türkischen Metropole Istanbul sollten nach Meinung von Experten so weit es geht das Duschen einstellen. Der Stadt droht wegen zu wenig Niederschlägen ein Wassernotstand.

Die Stadt müsse nach ungewöhnlich wenigen Niederschlägen in den Wintermonaten dringend Wasser sparen, zitierte der türkische Nachrichtensender NTV am Montag einen Experten der Istanbuler Wasserwerke ISKI.

Statt in der Dusche sollten sich die rund zwölf Millionen Istanbuler lieber im Waschbecken waschen. Auch die Verschwendung durch unnötig lange geöffnete Wasserhähne müsse aufhören. Der drohende Wassernotstand habe einen einfachen Grund, sagte ISKI-Experte Selami Oguz: „Wenn es regnet, gibt’s Wasser, wenn es nicht regnet, gibt’s keins.“ Nun ruhen die Hoffnungen auf ergiebigen Regenfälle in den nächsten Wochen.

Laut NTV verbraucht Istanbul pro Jahr etwa 700 Millionen Kubikmeter Wasser. Derzeit befänden sich in den Stauseen in der Umgebung der Stadt aber nur noch 461 Millionen Kubikmeter – rund 400 Millionen weniger als im vergangenen Jahr um diese Zeit. Zuletzt habe die Stadt in den Jahren 1989 und 1990 über so geringe Wasservorräte verfügt. Damals musste in Istanbul das Wasser rationiert werden. Ein Teil der Einwohner würde mittels Tankwagen versorgt.

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