Israel zur Mäßigung gemahnt

Mitglieder des Weltsicherheitsrates haben die israelische Militäroffensive im Gaza-Streifen als "unverhältnismäßig" kritisiert und zur Mäßigung aufgerufen.

Sie sprachen jedoch auf einer Sitzung des höchsten UNO-Gremiums am Freitagabend in New York jeweils nur für ihr eigenes Land. Im Westjordanland entführten unterdessen radikale Palästinenser einen zweiten israelischen Soldaten.

Der Sicherheitsrat selbst bezog zu dem Thema nicht Stellung. Der US-amerikanische Botschafter John Bolton machte die palästinensische Hamas-Regierung sowie den Iran und Syrien für die Krise verantwortlich. Deshalb sei eine israelkritische Resolution des Sicherheitsrates „nicht ratsam“.

Der israelische Ex-Premier Netanyahu meinte indessen, die palästinensische Hamas-Regierung sollte von Israel gestürzt werden. „Selbstverständlich sollen wir das“, sagte der Chef des konservativen Likud, der am Freitag in Wien war, auf eine entsprechende Frage in der „ZiB 2“. Die Hamas stehe auf der Seite des Iran, der den Holocaust leugne, ergänzte Netanyahu. Auch dass die Hamas die palästinensischen Wahlen gewonnen hat, will Netanyahu nicht anerkennen. „Sie wurde gewählt. Hitler auch“, meinte er.

Die Entführer des israelischen Soldaten Gilad Shalit fordern unterdessen die Freilassung von 1.000 Häftlingen aus Gefängnissen in Israel. In einer am Samstag früh in Gaza veröffentlichten Erklärung verlangten sie weiter ein Ende der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen. Am Freitag entführten radikale Palästinenser nach eigenen Angaben einen weiteren israelischen Soldaten. Der 22-Jährige soll nach Angaben der Al-Aksa-Brigaden getötet werden, wenn Israel seinen Militäreinsatz im Gaza-Streifen nicht beende. Außerdem solle Israel die „Blockade“ gegen die palästinensischen Gebiete aufheben.

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