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Israel will Luftblockade ohne Gewalt

Die israelischen Streitkräfte wollen die Luftblockade des Nachbarlandes Libanon nicht mit Gewalt gegen zivile Fluggesellschaften durchsetzen.

Nachdem mehrere Maschinen in Beirut gelandet waren, verlautete am Mittwoch aus israelischen Militärkreisen in Tel Aviv, Israel wünsche aber eine Koordinierung der Flüge.

„Wir wollen kein ziviles Flugzeug treffen“, sagte ein Militärvertreter, nachdem in Israel über eine Ankündigung der Fluggesellschaft British Airways berichtet wurde, die noch am Mittwoch einen Direktflug nach Beirut plane. Israel werde nicht auf Zivilmaschinen schießen, die die Blockade brechen, sagte der Militärvertreter. „Wir bedauern die Tatsache, können aber nichts machen“, sagte er. Unterdessen gab es keine öffentlichen Äußerungen zu einer möglichen Aufhebung der israelischen Seeblockade des Libanon. Mit der Abriegelung der Luftraumes und des Seeweges wollte Israel nach eigenen Angaben Waffenlieferungen an die pro-iranische Hisbollah- Miliz im Libanon unterbinden.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan will indes noch in dieser Woche einen Vermittler in den Nahen Osten schicken, der sich um die Freilassung der entführten israelischen Soldaten bemühen soll. Der von ihm benannte UNO-Vermittler werde „vor Ende der Woche“ vor Ort sein, sagte Annan bei einem Besuch in Ankara am Mittwoch. Israel und die Hisbollah stimmten laut Annan einer UNO-Vermittlung zu.

Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte am 12. Juli zwei israelische Soldaten entführt und will mit den Geiseln die Freilassung libanesischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen erreichen. Der Vorfall hatte die Militäroffensive Israels im Südlibanon ausgelöst. In den vergangenen Tagen mehrten sich die Spekulationen, dass sich Israel zu einem Austausch bereit erklären könnte.

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