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Israel will Arafat ins Exil treiben

Die israelische Regierung will Yasser Arafat mit der jüngsten Belagerung und Zerstörung seines Hauptquartiers in Ramallah nach israelischen Medienberichten ins Exil treiben.

Der israelische Rundfunk berichtete Sonntag Früh unter Berufung auf Armeekreise, Ziel der international scharf verurteilten Aktion sei es, das Leben für den 73-Jährigen so unerträglich zu machen, dass er es vorziehen werde, das Land zu verlassen. Auf diese Weise sei Israel nicht gezwungen, ihn zu deportieren.

Die gegenwärtige Aktion, bei der praktisch alle Gebäude in Arafats Hauptquartier zerstört wurden, trägt nach Angaben des Rundfunks den Namen, „eine Frage der Zeit“. Israel übt nach eigenen Angaben mit dem Angriff Vergeltung für einen palästinensischen Selbstmordanschlag am vergangenen Donnerstag, bei dem in einem Bus in Tel Aviv sechs Israelis und der Attentäter getötet wurden.

Bei Demonstrationen gegen die israelische Aktion sind in der Nacht zum Sonntag nach palästinensischen Schilderungen mindestens vier Palästineser von israelischen Soldaten erschossen worden. Tausende Demonstranten waren trotz der über fast alle Städte verhängten Ausgangssperre im Westjordanland und im Gazastreifen auf die Straßen gegangen und hatten ein Ende der Belagerung gefordert. Israel macht dies jedoch von der Auslieferung von 19 Palästinensern aus Arafats letztem verbliebenem Gebäude abhängig, die in Terrorismus verwickelt sein sollen.

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