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Israel ließ für Shalit-Video 19 Frauen frei

Große Freude bei den Angehörigen an der Grenze
Große Freude bei den Angehörigen an der Grenze ©APA (epa)
Israel hat ein Video mit einem Lebenszeichen des 2006 von der radikal-islamischen Hamas entführten Soldaten Gilad Shalit erhalten. Im Gegenzug ließ die israelische Regierung am Freitag 19 Palästinenserinnen frei. Der Schritt könnte der Durchbruch zu einem breiter angelegten Gefangenenaustausch sein. Die Hamas feierte die Freilassung der Gefangenen als einen "Sieg des Widerstandes".
Israel ließ 19 Frauen frei

Die palästinensischen Frauen wurden zunächst in Fahrzeugen des Roten Kreuzes zu Grenzübergängen zum Westjordanland und dem Gazastreifen gebracht. Nachdem das zweiminütige Video geprüft und für echt befunden worden war, gab Israel grünes Licht. Auch der israelische Ministerpräsident Netanyahu und Shalits Eltern haben das Video bereits gesehen. Als Beweis für die Aktualität der Aufnahme hielt Shalit in dem Video eine Zeitung vom 14. September in die Kamera, wie israelische Regierungsvertreter berichteten.

Der vor mehr als drei Jahren entführte Israeli ist offenbar in einem guten Gesundheitszustand. Ein israelischer Fernsehsender zitierte einen Regierungsbeamten, wonach der 23-Jährige auf einem Video gesund und in gutem Zustand erscheine. Im Austausch dafür ließ Israel 19 Palästinenserinnen aus israelischen Haftanstalten frei. Die zwischen 19 und 47 Jahre alten Frauen wurden bei ihrer Rückkehr in das Westjordanland und den Gazastreifen mit Jubel in Empfang genommen.

Das Abkommen gilt als Test für einen größeren Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Palästinensern. Für Shalit sollen Hunderte in Israel inhaftierte Palästinenser freikommen. Eine Freilassung des Soldaten würde einen zentralen Streitpunkt im israelisch-palästinensischen Verhältnis beseitigen. Israelische Regierungsmitglieder haben erklärt, die Blockade des Gazastreifens werde erst dann beendet, wenn Shalit wieder zu Hause sei.

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