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Israel: Keine Aufgabe weiterer Siedlungen

Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat Berichte dementiert, wonach er nach dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen weitere einseitige Abzugsschritte in den Palästinensergebieten plant.

Bei der Kabinettsitzung am Sonntag bezeichnete Sharon derartige Informationen als „vollständige Lüge“, wie der israelische Rundfunk berichtete. Die Zeitung „Yediot Ahronot“ hatte am Freitag unter Berufung auf Sharons Umfeld berichtet, in den kommenden Monaten solle ein Plan umgesetzt werden, der die Aufgabe weiterer jüdischer Siedlungen im Westjordanland über das bisher bekannte Ausmaß hinaus vorsehe.

Die israelische Armee unternahm unterdessen eine Generalprobe für den Abzug aus dem Gazastreifen, der für diesen Sommer vorgesehen ist. Dabei sollten unterschiedliche Szenarien durchgespielt werden, unter anderem Zusammenstöße zwischen Soldaten und räumungsunwilligen Siedlern. Der vom israelischen Parlament gebilligte bisherige Abzugsplan sieht die Aufgabe aller 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sowie vier weiterer im Westjordanland vor.

Das Kabinett beschloss die Freilassung von neun jordanischen Gefangenen, „an denen kein Blut (von Israelis) klebt“, wie es in einer Regierungsmitteilung hieß. Jordanien hatte als Zeichen der verbesserten Beziehungen zwischen beiden Ländern die Freilassung von mehr Gefangenen erwartet.

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