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Israel: Jihad kündigt Waffenruhe

Die radikale Palästinensergruppe Islamischer Jihad hat am Samstag nach einem tödlichen Vorfall im Gaza-Streifen die Waffenruhe mit Israel aufgekündigt. Israelische Soldaten hatten im Gaza-Streifen zwei Palästinenser erschossen.

Ein Sprecher eines bewaffneten Arms der Gruppe erklärte, man fühle sich nicht mehr an die im Februar zwischen Spitzenvertretern Israels und der Palästinenser ausgehandelte Waffenruhe gebunden.

Israelische Soldaten hatten am Samstag nach Angaben von Ärzten im Gaza-Streifen zwei Palästinenser erschossen. Aus Militärkreisen verlautete, die Soldaten hätten erst nach Warnschüssen das Feuer eröffnet. Es war der erste derartige tödliche Vorfall seit der Waffenruhevereinbarung vom Februar.

Aus palästinensische Quellen hieß es, bei den Erschossenen habe es sich um zwei palästinensische Jugendliche gehandelt. Ein dritter sei schwer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich im Flüchtlingslager Rafah, das früher häufig Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern war.

Seit der Verkündung einer Waffenruhe am 17. März durch radikale Palästinensergruppen gab es lediglich einen Zwischenfall, bei dem im Gazastreifen ein Palästinenser erschossen wurde. Die israelische Armee erklärte, sie untersuche den Bericht.

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