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Israel: Höchste Alarmbereitschaft vor Begräbnis

Vor dem Begräbnis des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat sind die israelischen Sicherheitskräfte am Freitag in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

Der israelische Rundfunk meldete, die Polizeiführung habe in Erwartung der Beisetzungszeremonie in Ramallah am Nachmittag die nur sehr selten verwendete höchste Alarmstufe ausgerufen.

Die israelischen Truppen sollten vorübergehend aus allen palästinensischen Städten des Westjordanlands abziehen, um Konfrontationen mit der trauernden Bevölkerung zu vermeiden, hieß es. Man fürchte, aufgebrachte Massen könnten versuchen, Straßensperren zu durchbrechen und nach Israel vorzudringen, meldeten israelische Medien.

Die Anfahrt zu dem Begräbnis in Ramallah soll Palästinensern aus dem Westjordanland nur in Bussen gestattet werden. Israelis sei die Teilnahme „auf eigene Verantwortung“ erlaubt, hieß es im Radio. Zu den letzten Freitagsgebeten des muslimischen Fastenmonats Ramadan auf dem Tempelberg in Jerusalem sind nur Männer über 45 und Frauen zugelassen.

Arafats Leichnam nach Kairo überführt

Trauergäste aus aller Welt werden heute (Freitag) bei einer Trauerfeier in Kairo Abschied von dem palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat nehmen. Die Zeremonie, zu der auch zahlreiche hochrangige Politiker erwartet werden – für Österreich Vizekanzler Hubert Gorbach (F) -, soll gegen 9.00 Uhr (MEZ) in der König-Faisal-Moschee am Flughafen der ägyptischen Hauptstadt beginnen. Anschließend soll der Leichnam Arafats nach Ramallah gebracht werden. Dort soll Arafat am Nachmittag in seinem Hauptquartier beerdigt werden.

Der Leichnam Arafats war am Donnerstagabend nach einer militärischen Ehrung in Frankreich nach Kairo übergeführt worden. Ein Airbus der französischen Luftwaffe brachte ihn in die ägyptische Hauptstadt. Mit an Bord waren Arafats Witwe Suha und der palästinensische Außenminister Nabil Shaath. Arafat war nach Angaben der Militärärzte am Donnerstagmorgen um 03.30 Uhr im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris gestorben, wo er zwei Wochen zuvor unter Blutkrebsverdacht eingeliefert worden war.

Trauerprozession parallel zu Arafat-Beerdigung

Parallel zur Beerdigung von Yasser Arafat in Ramallah im Westjordanland wird auch im Gazastreifen ein Trauerzug für den verstorbenen palästinensischen Präsidenten stattfinden. Die Prozession soll nach dem Freitagsgebet um 13.30 Uhr MEZ beginnen, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung von 13 Palästinenserorganistionen, unter denen sich auch die radikale Hamas und der Islamische Dschihad befinden.

Der Zug soll an der zentralen Omari-Moschee beginnen und dann über die Hauptstraßen der Stadt führen. Der Gazastreifen ist von der israelischen Armee abgeriegelt worden, weshalb Palästinenser nur mit einer Sondererlaubnis ins Westjordanland gelangen können. Diese wird ihnen von Israel für gewöhnlich verweigert.

Langjähriger Leibarzt verlangt Autopsie

Der langjährige Leibarzt von Yasser Arafat hat eine Autopsie des Leichnams des verstorbenen palästinensischen Präsidenten verlangt. „Ich fordere eine offizielle Untersuchung und eine Autopsie“, sagte Ashraf el Kurdi am Donnerstagabend im arabischen Nachrichtensender Al Jazeera. Das Fehlen von Informationen über Arafats Gesundheitszustand seit seiner Einlieferung in ein Pariser Militärkrankenhaus habe bei ihm Zweifel aufkommen lassen.

Kurdi, über 20 Jahre lang Arafats Leibarzt, warf der palästinensischen Führung vor, ihn zu spät kontaktiert zu haben, als es Arafat bereits schlechter ging. In den vergangenen Tagen waren Gerüchte aufgekommen, Arafat sei vergiftet worden. Ärzte in Paris und der palästinensische Außenminister Nabil Shaath hatten diese Spekulationen aber zurückgewiesen.

Internationale Pressestimmen zum Tod Arafats

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