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Israel: Härteres Durchgreifen

Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat Armee und Polizei zu einem härteren Durchgreifen gegen gewalttätige Siedler in den besetzten palästinensischen Gebieten aufgefordert.

Der Premier reagierte damit am Mittwoch in Jerusalem auf Konfrontationen zwischen Soldaten und Siedlern bei der Räumung eines „Außenpostens“ im Westjordanland am Vortag. „Es wird keinen Kompromiss geben. Wer auch immer die Hand gegen Sicherheitskräfte erhebt, gegen den gehen wir mit ganzer Kraft vor“, sagte Sharon. „Wenn sie illegal Bauten errichten, sollten wir mit niemandem verhandeln. Wir sollten diese sofort einreißen“, sagte er.

Bei der Räumung eines ohne Behördengenehmigung errichteten „Außenpostens“ hatte ein Soldat am Dienstag Warnschüsse abgegeben, nachdem ein Siedler eine Pistole auf ihn gerichtet hatte. Zuvor hatte Vize-Verteidigungsministers Zeev Boim gewarnt, die von Sharon angekündigte Räumung des Gaza-Streifens könnte an massenhafter Befehlsverweigerung von Soldaten scheitern. Siedlerführer hatten Generalstabschef Moshe Yaalon bei einem Treffen am vergangenen Sonntag gewarnt, tausende religiös geprägte Soldaten könnten „nicht in der Lage sein“, die befohlene Zwangsräumung von Siedlungen auszuführen.

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