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Israel gibt grünes Licht für Häftlingsfreilassung

Israel entlässt 227 palästinensische Häftlinge in die Freiheit. Damit setzt Israel auf eine Verbesserung der Beziehung zur Regierung des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas im Westjordanland. Die Häftlinge, die mehrheitlich Abbas' Gruppierung Fatah nahestehen, sollten am (heutigen) Montagmittag entlassen werden, sagte ein Sprecher der Gefängnisbehörden.

Eine israelische Gruppe hatte zuvor erfolglos versucht, die geplante Freilassung aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Obersten Gericht verbieten zu lassen.

Ursprünglich sollten die Häftlinge bereits in der vergangenen Woche freikommen, noch während des islamischen Opferfestes Eid al Adha. Israelischen Angaben zufolge wurde die Freilassung verschoben, weil Abbas die Häftlinge persönlich begrüßen wollte und er vergangene Woche in Mekka war. Die Palästinenser wiesen diese Darstellung zurück. Israel führt mit Abbas Friedensverhandlungen, die zuletzt aber ins Stocken geraten sind.

Der israelische Rundfunk meldete, das Oberste Gericht habe Anträge israelischer Terroropfer sowie eines Siedler-Führers gegen die Freilassung abgelehnt. Sie war als Geste des guten Willens an den palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas geplant. Es wird nun erwartet, dass die Häftlinge gegen Mittag in das Westjordanland und in den Gaza-Streifen gebracht werden.

Bei den Häftlingen handelt es sich um Mitglieder der Fatah-Organisation von Abbas. Keiner von ihnen ist israelischen Angaben zufolge an tödlichen Anschlägen auf Israelis beteiligt gewesen. Israel hält nach Angaben der Menschenrechtsorganisation B’tselem derzeit 8250 sogenannte Sicherheitsgefangene fest.

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