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Israel: Fortschritte beim Rückzug

Israel hat nach Einschätzung von UNO-Generalsekretär Kofi Annan wesentliche Fortschritte beim Rückzug seiner Truppen aus dem Südlibanon gemacht.

In einem Bericht an den Weltsicherheitsrat erklärte Annan am Dienstag, Israel habe sich aus zwei Dritteln der besetzten Gebiete im Südlibanon bereits zurückgezogen. Der Prozess werde in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Annan äußerte sich nicht dazu, wieviele israelische Soldaten sich noch im Libanon aufhalten. Er erklärte, Israel und die Hisbollah hätten die vor einem Monat beschlossene Waffenruhe weitgehend eingehalten.

Entwaffnung von libanesischer Hisbollah-Miliz gefordert

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz gefordert, um einen neuen militärischen Konflikt zwischen Israel und dem Libanon künftig zu verhindern. Eingebettet werde müsse eine solche Entwaffnung in eine umfassende Lösung der Probleme in Nahost, heißt es in einem am Dienstag in New York veröffentlichten Bericht des Generalsekretärs zur UN-Resolution 1701, die Grundlage des Waffenstillstands und der geplanten Libanon-Mission der UNO.

Eine dauerhafte Respektierung der so genannten Blauen Linie, die die Grenze zwischen Israel und dem Libanon markiert, könne ohne Sicherheitsmaßnahmen von libanesischer Seite nicht gewährleistet werden, schreibt Annan; zugleich müssten auch die Überflüge der Region durch israelische Kampfjets aufhören. Zu diesen Sicherheitsmaßnahmen gehöre, dass zwischen der Blauen Linie und dem libanesischen Fluss Litani eine Zone eingerichtet werde, in der mit Ausnahme der libanesischen Armee und der UN-Truppe UNIFIL niemand bewaffnet sei.

Aber auch die anderen Krisenherde in der Region dürften nicht venachlässigt werden, heißt es in dem Papier Annans weiter. Das gelte vor allem für die Palästinensergebiete. So lange es der internationalen Gemeinschaft nicht gelinge, einen „gerechten, dauerhaften und globalen Frieden in Nahost“ zu erzielen, berge jeder einzelne dieser Konflikte das Potenzial, in neues Blutvergießen auszubrechen und die ganze Region anzustecken.

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