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Israel diskutiert Evakuierung

Nach einem neuerlichen Überfall auf die jüdische Siedlung Nezarim ist im israelischen Kabinett am Sonntag eine Debatte um die Evakuierung des Gebiets ausgebrochen.

Justizminister Josef „Tommy“ Lapid stellte die Frage, ob es richtig sei, dass ein Bataillon von Soldaten für den Schutz von 60 Familien abgestellt werde. Die Öffentlichkeit habe sich für einen Rückzug aus Nezarim ausgesprochen.

Innenminister Avraham Poras, wie Lapid Mitglied der zentristischen Shinui-Partei, sprach sich für eine Evakuierung aller isolierten jüdischen Siedlungen im Gazastreifen aus. Neben Nezarim wären das Morak und Kfar Darom. Widerspruch kam von Bauminister Effi Eitam von der Nationalreligiösen Partei. Er erklärte, eine Aufgabe Nezarims würde die israelische Position in künftigen Verhandlungen mit den Palästinensern schwächen. Andere Kritiker des Vorhabens befürchteten nach einer Evakuierung eine Zunahme der Angriffe auf jüdische Siedlungen. Seit Beginn der Intifada wurden in Nezarim neun Soldaten und zwei Bewohner getötet.

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