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Israel: Angeblich Gebete für Sharons Tod

Jüdische Extremisten haben laut einem Pressebericht zu Gebeten für den Tod des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon aufgerufen. Das berichtete die israelische Tageszeitung "Haaretz".

Entsprechende Flugblätter seien in jüngster Zeit bei Demontrationen gegen Sharons Abzugsplan aus dem Gaza-Streifen aufgetaucht. Die unbekannten Verfasser der Aufrufe beriefen sich auf ultra-orthodoxe und nationalistische Rabbiner, unter ihnen den ehemaligen sephardischen Großrabbiner Ovadia Yosef, der mit einem Ausspruch aus einer Predigt zitiert wurde: „Gott sollte Sharon einen Schlag versetzen, von dem er nicht wieder aufsteht.“

Wegen des im Sommer geplanten Abzugs der israelischen Armee aus dem Gaza-Streifen und der Räumung von vier Siedlungen im Westjordanland hat Sharon bereits mehrere Morddrohungen erhalten. Im September hatte der Rabbiner Yosef Dayan aus der jüdischen Siedlung Psagot im Westjordanland mit dem Ausspruch für Empörung gesorgt, er wünsche wegen des Abzugs den Tod Sharons.

Die palästinensische Führung hat am Dienstag die Einrichtung der ersten israelischen Universität in den Palästinensergebieten kritisiert. Chefunterhändler Saeb Erekat sagte im palästinensischen Rundfunk, die Hochschule in der Siedlerstadt Ariel im nördlichen Westjordanland gefährde die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Israel. Mit der Entscheidung beweise Israel, dass es auf einer Fortsetzung des Siedlungsbaus im Westjordanland beharre.

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