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Isländischer Präsident Grimsson ausfallend

Islands Staatspräsident Olafur Ragnar Grimsson will wegen bisher ausgebliebener Hilfe im Zuge der Finanzkrise "neue Freunde" für sein Land suchen.

Wie die norwegische Zeitung “Klassekampen” am Mittwoch berichtete, ließ der Präsident der vom Staatsbankrott bedrohten Atlantikinsel bei einem Essen mit Botschaftern seinem Zorn auf NATO-Verbündete und nordeuropäische Partner freien Lauf. Grimsson sei dabei gegenüber Großbritannien “direkt beleidigend” geworden, hieß es in einem vertraulichen Bericht des anwesenden norwegischen Botschafters.

Grimsson sprach sich demnach für eine Öffnung seines Landes zu Russland aus, indem er die Russen zur Nutzung des früheren US-Militärflughafens Keflavik einladen will. “Der Nordatlantik ist für den Norden, die USA und Großbritannien wichtig. Das vergessen diese Länder jetzt offenbar. Deshalb muss Island sich wohl neue Freunde suchen”, sagte Grimsson dem norwegischen Protokoll zufolge.

Die Briten gelten als Drahtzieher bei der Verzögerung eines angekündigten und für Island als lebenswichtig geltenden Kredits vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Die endgültige Bewilligung des Kredites über 2,1 Milliarden Dollar (1,65 Mrd. Euro) wurde am Montag vom IWF zum dritten Mal verschoben.

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