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Irans Reformer hoffen auf Machtwechsel im Parlament

Stimmung im Land nach Abschluss des Atomabkommens "gut und hoffnungsvoll".
Stimmung im Land nach Abschluss des Atomabkommens "gut und hoffnungsvoll". ©AP
Die dem Präsidenten Hassan Rohani nahestehenden Reformer im Iran hoffen auf einen Machtwechsel im Parlament nach der Wahl in zwei Monaten. "Wir hoffen auf die gleiche Entwicklung wie 2013" bei Rohanis Wahlsieg, sagte der Spitzenkandidat der Reformer, Mohammad-Reza Aref.

Die Stimmung im Land sei nach dem Abschluss des Atomabkommens gut und hoffnungsvoll, sagte der 64-Jährige auf einer Pressekonferenz in Teheran. Seit Samstag können sich Bewerber im Innenministerium für die Wahl am 26. Februar registrieren lassen. Es wird mit mehr als 4700 Kandidaten für die 290 Parlamentssitze gerechnet. Die Parlamentswahl ist ein erster politischer Stimmungstest nach dem Atomabkommen, das der Iran Mitte Juli mit den UN-Mächten geschlossen hat. Von ihr hängt auch ab, ob der Iran längerfristig seine gemäßigte Linie beibehält.

Konkurrenz mit Konservativen und Hardlinern

Die Reformer um Präsident Rohani konkurrieren gegen die Konservativen und Hardliner, die in den vergangenen drei Legislaturperioden das Parlament fest in der Hand hatten. Sie hoffen, bei der Wahl von den Auswirkungen des Atomabkommens profitieren zu können. Eine Koalition der Reformer mit den Konservativen wird von Beobachtern aber nicht ausgeschlossen. Die Hardliner, die dann um ihre politische Existenz bangen müssten, versuchen eine solche Koalition unbedingt zu verhindern.

(APA)

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