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Iran setzt Urananreicherung zeitweise aus

Der iranische Präsident Khatami hat einen zeitweiligen Verzicht auf Urananreicherung im Rahmen des umstrittenen Atomprogramms seines Landes verkündet. Präsident: „Obwohl wir dazu nicht verpflichtet sind“.

„Wir haben akzeptiert, die Anreicherung von Uran freiwillig und nur zeitweilig auszusetzen, obwohl wir dazu nicht verpflichtet sind“, sage Khatami bei einem Besuch in Caracas am Samstag. „Wir sind bereit, mit der Welt zusammenzuarbeiten, um mehr Gewissheit zu geben, dass Iran sich nicht in Richtung einer Entwicklung von Atomwaffen bewegt.“

Wenige Stunden zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums noch erklärt, Iran wolle trotz der von den USA angekündigten Zugeständnisse an seinem Atomprogramm festhalten. „Der Iran ist entschlossen, zivile Nukleartechnologie zu nutzen, und kein Druck, keine Anreize oder Drohungen können den Iran dazu bringen, seine Rechte aufzugeben“, sagte Außenamtssprecher Hamid Reza Asefi in Teheran.

US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte am Freitagabend erklärt, wenn Teheran einlenke, werde Washington seinen Widerstand gegen einen Beitritt des Irans zur Welthandelsorganisation (WTO) aufgeben und die Lieferung von Ersatzteilen für Zivilflugzeuge genehmigen. Die USA stellten sich damit in einer Abkehr von ihrer bisherigen Politik hinter die diplomatischen Bemühungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens, den Iran zum Verzicht auf sein Programm zur Urananreicherung zu bringen. Die Technik der Urananreicherung kann sowohl für die Stromerzeugung als auch zur Herstellung von Atomwaffen genutzt werden.

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