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Iran: Raketen könnten Österreich erreichen

Der Iran arbeitet nach Geheimdienstberichten nicht nur mit Hochdruck an der Atombombe, sondern auch an neuen Raketen mit Reichweiten bis nach Europa. Dies schreibt die britische Zeitung "Guardian" in seiner Internet-Ausgabe.

Demnach „sollte die nächste Generation der Rakten vom Typ ’Shahab’ (’Sternschnuppe’ auf persisch) Österreich und Italien erreichen können.“

Die Zeitung berief sich laut „Spiegel Onlinie“ auf ein Dokument eines nicht näher genannten europäischen Geheimdienstes. Der 55-seitige Bericht vom 1. Juli 2005 beruhe auf Informationen, die Geheimdienste aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Belgien zur Information europäischer Minister zusammengetragen hätten. Auch sollten Unternehmer zur Wachsamkeit aufgerufen werden, wenn sie Technologie oder Wissen in sogenannte „Schurkenstaaten“ exportierten.

Aus dem Geheimdienstbericht gehe hervor, dass das Einkaufsprogramm des Iran bereits fortgeschritten sei, hieß es. „Fast täglich“ versuchten Wissenschaftler Teile für eine Rakete zu erwerben, die auch Europa erreichen könne.

Ein Netz aus Unternehmen, Mittelsmännern und Akademikern beschaffe für den Iran in Westeuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion Informationen und Materialien für atomare, biologische und chemische Waffenarsenale. “Über sensible Güter hinaus sucht der Iran weiterhin intensiv nach Technologie und Know-how für militärische Nutzung jeder Art“, zitierte der „Guardian“ Blatt aus dem Bericht. Zudem würden Einzelheiten über die Versuche der Islamischen Republik genannt, eine Rakete, Shahab-3, mit einer Reichweite von 1200 Kilometer – bis nach Israel und Südeuropa – herzustellen.

Der Iran hatte am Dienstag angekündigt, am 9. Jänner umstrittene Forschungsarbeiten an nuklearen Brennstoffen wieder aufzunehmen. Vor allem die USA befürchten, dass der Iran nuklearen Brennstoff herstellen will, um Atombomben zu bauen. Der Iran hat jedoch stets erklärt, dass das Atomprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene.

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hatte in der Vergangenheit die internationale Gemeinschaft wiederholt mit aggressiven, Israel-feindlichen Äußerungen alarmiert. So forderte Ahmadinejad, Israel von der Landkarte zu tilgen und den Staat nach Deutschland oder Österreich zu verlegen. Den Holocaust nannte das iranische Staatsoberhaupt einen „Mythos“.

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