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Iran kündigt Widerstand gegen Begrenzung durch USA an

Rouhanis Rede wurde im Fernsehen übertragen
Rouhanis Rede wurde im Fernsehen übertragen ©APA (AFP)
Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat erbitterten Widerstand gegen Versuche der USA angekündigt, den Einfluss seines Landes zu begrenzen. Die USA würden es auch bedauern, wenn sie sich für eine Aufkündigung des Wiener Atomabkommens von 2015 entschieden, sagte Rouhani am Montag in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

Der Iran habe wiederholt erklärt, dass er nicht nach einer Atombombe strebe und auch nicht streben werde. “Aber wenn sie den Iran schwächen und seinen Einfluss in der Region oder weltweit begrenzen wollen, dann wird der Iran erbitterten Widerstand leisten”, sagte Rouhani.

Er äußerte sich wenige Tage vor dem Stichtag am Samstag, zu dem US-Präsident Donald Trump entscheiden muss, ob er die Aussetzung der US-Sanktionen gegen den Iran verlängert oder nicht. Sollte er sich für die Strafmaßnahmen entscheiden, würden die USA das Abkommen faktisch aufkündigen.

Vertrag nachverhandeln

Trump fordert von den westeuropäischen Unterzeichnern Großbritannien, Frankreich und Deutschland, von ihm ausgemachte Schwächen in dem Vertrag nachzuverhandeln. So verlangt Trump, dass der Iran das Atomprogramm auch nach dem Ende der Laufzeit 2025 einschränkt. Die Europäer bemühen sich um eine Beibehaltung des historischen Abkommens.

Deutschland warb unterdessen erneut für die Vereinbarungen. Ohne den Vertrag wäre die Welt weniger sicher, sagte Außenminister Heiko Maas am Montag bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian in Berlin. Andernfalls könnte der Konflikt eskalieren.

Trump muss bis Samstag entscheiden, ob er Sanktionen gegen den Iran weiter aussetzt oder sie wieder greifen lässt, was wohl einem Ende des Atomabkommens gleichkäme. Die US-Regierung will Nachverhandlungen. Die iranische Führung lehnt dies ab.

(APA/ag.)

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