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Iran: Kein Nachgeben im Atomkonflikt

Iran will ungeachtet des Drucks der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO oder IAEA) nicht auf die Uran-Umwandlung in der kürzlich wieder eröffneten Anlage bei Isfahan verzichten.

Weitere Verhandlungen mit der Europäischen Union sollten sich nur auf die Wiedereröffnung der Uran-Anreicherungsanlage im nahe gelegenen Natans konzentrieren, sagte Mohammad-Reza Bahonar, ein enger Berater von Präsident Mahmud Ahmadinejad, am Samstag der Nachrichtenagentur Fars.

Einen Tag nach der Inbetriebnahme der Atomanlage bei Isfahan hatte die UN-Atombehörde in Wien Iran am Donnerstag in einer Resolution aufgefordert, seine Entscheidung rückgängig zu machen und die Uranumwandlung zu stoppen. IAEO-Generaldirektor Mohammed el Baradei soll bis zum 3. September einen „umfassenden Bericht“ über Irans Position vorlegen. In der Anlage bei Isfahan wird Uran-Hexafluorid, eine Vorstufe der Uran-Anreicherung, hergestellt. Die EU sieht darin einen Bruch ihres Abkommens mit Teheran vom November 2004.

Teheran beruft sich auf das Recht Irans, als Unterzeichnerstaat des Atomwaffensperrvertrags und des Zusatzprotokolls der IAEO Uran im Rahmen eines zivilen Atomprogramms sowohl umzuwandeln als auch anzureichern. Schwach angereichertes Uran wird in Kernkraftwerken, hoch angereichertes zur Herstellung von Atomwaffen verwendet.

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