Iran: EU-Angebot zurückgewiesen

Die jüngsten Überlegungen in der Europäischen Union (EU) zur Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm sind in Teheran auf Ablehnung gestoßen.

Präsident Ahmadinejad wies am Mittwoch die europäischen Erwägungen, dem Iran als Gegenleistung für den Verzicht auf die Urananreicherung einen Leichtwasserreaktor anzubieten, vehement zurück.

Auf einer Kundgebung in der zentraliranischen Stadt Arak betonte Ahmadinejad vor Tausenden von Menschen: „Die Europäer sollten wissen, dass die Ära von Gewalt und Bedrohung vorbei ist“. Auch Resolutionen des Weltsicherheitsrates würden den Iran nicht daran hindern, wissenschaftliche Fortschritte zu machen.

Das für Freitag geplante Londoner Treffen von Vertretern der EU, der USA, Chinas und Russlands zum Atomstreit mit dem Iran wurde unterdessen verschoben. Ein Sprecher des britischen Außenministeriums sagte am Mittwoch, es werde mehr Zeit für die Vorbereitung benötigt. Das EU-Angebot an den Iran solle genauer formuliert werden.

Die fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich) und Deutschland hatten sich in New York nicht auf einen Resolutionsentwurf verständigen können. Sie kamen stattdessen überein, dem Land wirtschaftliche Anreize für ein Einlenken im Atomstreit anzubieten. Gleichzeitig solle Teheran mit Sanktionen gedroht werden, allerdings nicht in Form einer Sicherheitsrats-Resolution. Der Westen befürchtet, dass der Iran angereichertes Uran zum Bau von Atombomben verwenden könnte.

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