Iran droht: Abbruch der Zusammenarbeit

Angesichts der Anrufung des UNO-Sicherheitsrats im Streit um das iranische Atomprogramm hat der iranische Präsident Ahmadinejad der EU mit einem Ende der Zusammenarbeit gedroht.

Der Iran werde seine Politik überdenken, sollten die europäischen Länder in dem Streit keinen „guten Willen“ zeigen. US-Präsident Bush warnte Teheran vor weiteren Verzögerungen.

Teheran fürchte den Sicherheitsrat nicht, sagte Ahmadinejad laut einem TV-Sender: „Wir haben keine Angst und werden uns nicht blind den Anordnungen des Westens beugen.“ Der Iran lasse sich vom Westen nicht einschüchtern. „Wir wollen immer noch Verhandlungen und sehen den europäischen Vorschlag als positiv an.“ Das Angebot werde aber noch geprüft. Die Europäer sollten sich gedulden. „Ansonsten sind sie für die Folgen selbst verantwortlich“, fügte er hinzu.

Die Führung in Teheran müsse erkennen, dass sie nicht auf Zeit spielen könne, sagte dagegen Bush nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstag in Stralsund. Der Streit über das iranische Atomprogramm kann nach seinen Worten aber noch immer diplomatisch gelöst werden. Wenn der Iran die Uran-Anreicherung nachweisbar aussetze, würden die USA „erfreut“ an den Verhandlungstisch zu direkten Gesprächen mit Teheran gehen. Es sei wichtig, dass Europa in der Frage gemeinsam spreche. „Wir machen hier keinen Spaß.“ Die Welt bestehe darauf, dass es im Iran kein Atomwaffenprogramm gebe.

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