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Iran beginnt Uran-Anreicherung

Der Iran will in den kommenden Tagen mit der angekündigten Uran-Anreicherung beginnen. Inspektoren der Atomenergiebehörde (IAEA) würden ins Land kommen, um den Prozess zu begleiten.

Das verkündete die Regierung in Teheran. Ein genaues Datum nannte sie nicht.

Die Islamische Republik reagiert damit auf den Beschluss der IAEA, den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in dem Konflikt einzuschalten. Präsident Mahmoud Ahmadinejad zeigte sich unbeeindruckt von neuen Aufrufen aus Frankreich und Russland, eine Konfrontation zu vermeiden. Der Iran habe keine Angst, sagte er. Die USA drohten indes, Wirtschaftssanktionen seien auch ohne die UNO möglich.

Der Iran habe einen Brief an die IAEA geschrieben und das Datum für den Beginn der Anreicherung genannt, sagte Irans Chefunterhändler Ali Larijani. Je nach Anreicherungsgrad kann Uran zur Energiegewinnung und zum Bau von Atombomben verwendet werden. Während der Westen Ahmadinejad vorwirft, heimlich Waffen herstellen zu wollen, beteuert der Iran stets, lediglich die Energieversorgung im Land ankurbeln zu wollen.

Der radikale Schiitenführer Moktada al-Sadr hat unterdessen angekündigt, Syrien und Iran mit allen Mitteln gegen den Druck der USA zu verteidigen. „Ich bin Syrien und dem Iran zu Diensten. Ich werde alle moslemischen Länder mit allen Mitteln verteidigen“, sagte Sadr am Montag nach einem Besuch beim syrischen Präsident Bashar al-Assad in Damaskus.

Sadr warf den USA, Großbritannien und Israel vor, Zwietracht zwischen dem syrischen und dem irakischen Volk zu säen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, bei dem Treffen zwischen Assad und Sadr sei es um den politischen Prozess im Irak gegangen, insbesondere um die Regierungsbildung. Der Schiiten-Prediger war am Sonntag zu einem mehrtägigen Besuch in Syrien eingetroffen. Die USA verdächtigen Damaskus und Teheran, den Terrorismus zu unterstützen.

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