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Irak: Zahlreiche Tote bei Kämpfen und Anschlägen

Bei zahlreichen Explosionen und schweren Feuergefechten sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad mindestens 22 Iraker getötet worden. Am Sonntag feuerten Aufständische Granaten und Raketen ab.

Augenzeugen zufolge feuerten Aufständische am Sonntag Granaten und Raketen auf die stark befestigte Grüne Zone ab, wo sich unter anderem der Sitz der irakischen Übergangsregierung und die US-Botschaft befinden. Die US-geführten Truppen im Irak setzten ihre landesweite Offensive gegen Rebellenhochburgen fort. Schon am Samstag hatte es bei Kämpfen und Anschlägen im ganzen Land zahlreiche Tote gegeben.

In der Innenstadt kam es zu Schießereien, ein gepanzertes Fahrzeug der US-Armee ging in Flammen auf, wie Augenzeugen berichteten. Vier US-Soldaten wurden dabei verletzt. Anrainer jubelten und brachten auf dem zerstörten Panzer eine schwarze Fahne der Extremistengruppe um den Jordanier Abu Mussab al-Zarqawi an. US-Kampfhubschrauber schossen daraufhin auf den brennenden Panzer. „Das diente der Sicherheit der Leute, die um ihn herum waren“, sagte ein US-Offizier. Nach offiziellen Angaben wurden dabei aber mindestens 13 Menschen getötet und 55 weitere verletzt.

Unter den Getöteten befand sich neben Kindern auch ein palästinensischer Reporter, der für arabische Sender berichtete. Der Journalist sei bei Filmarbeiten von den US-Hubschraubern beschossen worden, berichteten Augenzeugen. Auch ein Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters wurde verletzt.

Bei den Kämpfen wurde auch die „Grüne Zone“ rund um das Hauptquartier der US-Streitkräfte mit Raketen und Mörsern angegriffen. Über dem Regierungsviertel waren dicke Rauchwolken zu sehen, Opfer gab es nach ersten Erkenntnissen keine.

Im Westen Bagdads explodierte Augenzeugen zufolge eine Autobombe. Dabei seien zwei irakische Polizisten und ein zwölfjähriger Bub ums Leben gekommen. Auch auf das westlich der Hauptstadt gelegene Gefängnis Abu Ghraib wurde am Sonntag ein Anschlag verübt. Ein mit mehreren Sprengsätzen bestücktes Auto versuchte, das Tor zu durchbrechen, wie ein Militärsprecher mitteilte. Dabei sei eine Bombe explodiert. Wachleute erschossen den Angreifer.

Bereits Samstagnacht waren bei einem Raketeneinschlag in ein Haus fünf Iraker ums Leben gekommen. „Ich weiß nicht, warum es uns trifft. Wir sind keine Terroristen und keine Amerikaner“, sagte eine Angehörige. Vor dem US-Konsulat in der südirakischen Stadt Basra explodierte am Samstagnachmittag eine Bombe, wobei eine Person getötet und zwei weitere verletzt wurden. Bei einem Anschlag auf Angehörige der irakischen Nationalgarde in Khalis nordöstlich von Bagdad wurden drei Menschen getötet. In Bagdad lieferten sich US-Armee und Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Moktada al Sadr Gefechte.

Die US-geführten Streitkräfte setzten ihre Offensive gegen die nordirakische Rebellenhochburg Tal Afar fort. Tausende Einwohner sind vor den Kämpfen geflohen. Seit Beginn der Offensive sind dort nach offizellen Angaben 27 Menschen getötet und 101 verletzt worden. Auch in die Städte Latifiya und Mahmudiya rückten US-Truppen ein. Auch in der westlich von Bagdad gelegenen Stadt Ramadi wurde gekämpft. Die US-Armee hat eingeräumt, die Kontrolle über Städte wie Ramadi oder Falluja verloren zu haben.

In einer im Internet verbreiteten Erklärung, die von dem Moslem-Extremisten Abu Musab al-Zarqawi stammen soll, wird dem irakischen Ministerpräsident Iyad Allawi mit der Ermordung gedroht. „Wir werden sicherstellen, dass der Verräter Allawi bekommt, was er verdient“, ist ein Mann zu hören, bei dem es sich um Al-Zarqawis handeln soll. „Rechne mit dem Todesengel, gerade dann wenn Du dich mit deinen idiotischen Freunden in der Regierung sicher fühlst.“ Die Al-Zarqawi-Gruppe Tawhid und Jihad hat sich zu zahlreichen Angriffen im Irak sowie zur Entführung von Mitarbeitern ausländischer Firmen und zu Selbstmordanschlägen bekannt.

Frankreich und Italien setzten die diplomatischen Bemühungen um Freilassung ihrer Geiseln im Irak fort. Um die Reporter Christian Chesnot und Georges Malbrunot freizubekommen, traf der französische Gesandte Bernard Emie am Samstag in Bagdad ein. Die italienische Außenstaatssekretärin Margherita Boniver warb auf einer Reise in mehrere arabische Staaten für die umgehende Freilassung von Simona Pari and Simona Torretta.

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