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Irak: Weitere Tote und Verletzte

Ein Sprengsatz ist in der südirakischen Stadt Diwaniya mitten auf einem stark besuchten Markt explodiert. Das US-Militär und irakische Sicherheitskräfte haben die Offensive im Süden Bagdads fortgesetzt.

Mindestens sieben Menschen seien getötet, 15 weitere verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Anschlag in der südirakischen Stadt Diwaniya habe sich gegen eine US-Streife gerichtet, habe diese aber verfehlt.

Offensive im Süden Bagdads geht weiter
Rund 1.600 amerikanische und irakische Soldaten rückten im Morgengrauen mit Panzer- und Luftunterstützung in Hilla ein, um nach Aufständischen zu suchen. Dies berichteten Augenzeugen in der Stadt 100 Kilometer südlich von Bagdad. Nach Krankenhausangaben kamen bei Gefechten sechs Zivilisten ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt.

Weitere Verbände unternahmen Vorstöße in die Ortschaften Latifija und Jussufija, die 40 Kilometer südlich von Bagdad liegen. Das südliche Vorland von Bagdad ist schon seit langem Operationsgebiet von Aufständischen und Kriminellen. Entlang der einzigen Straße, die von Bagdad in die heiligen schiitischen Städte Kerbala und Najaf führt, verüben diese immer wieder Anschläge und Überfälle.

Nach Hinweisen auf geplante Anschläge innerhalb der „Grünen Zone“ in Bagdad haben die US-Behörden die Alarmstufe für diesen Kernbereich der US-Präsenz in der irakischen Hauptstadt angehoben. Vor einem Restaurant innerhalb der Zone wurde am Donnerstag ein selbst gebauter Sprengsatz gefunden und von Spezialisten entschärft, wie ein Militärsprecher mitteilte. Außerdem gab es eine laute Explosion, und über der Zone stieg eine Rauchwolke auf.

Die Amerikaner in dem Gebiet wurden aufgefordert, auf nicht unbedingt nötige Wege zu verzichten und keine größeren Gruppen zu bilden. Trotz Einschränkungen der Bewegungsfreiheit leben in der zehn Quadratkilometer großen Zone am Westufer des Tigris etwa 10.000 Iraker.

Bei einem Bombenanschlag auf einen US-Konvoi in der Nähe der Rebellenhochburg Falluja wurde am Mittwochabend ein Soldat getötet. Vier amerikanische und drei irakische Soldaten wurden nach Militärangaben vom Donnerstag verletzt.

In dem westlich von Bagdad gelegenen Gefängnis Abu Ghraib wurden am Donnerstag rund 240 Häftlinge freigelassen. Dies war bereits die vierte Runde von Freilassungen nach Bekanntwerden von Misshandlungen und Demütigungen irakischer Häftlinge durch amerikanische Aufseher.

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