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Irak vor US-Truppenabzug und später Öl-Auktion

Die US-Kampftruppen gehen, die amerikanischen Öl-Firmen kommen - so hat es die irakische Regierung geplant. Die US-Soldaten trafen am Montag Vorbereitungen für ihren Abzug aus ihren letzten Stützpunkten in Bagdad und Mossul. In Samarra und Tikrit räumten sie zwei Stützpunkte. Ein inzwischen abgeflauter Sandsturm brachte unterdessen den Zeitplan des Öl-Ministeriums durcheinander.

Das Ministerium erklärte, die ursprünglich für diesen Montag und Dienstag geplante Vergabe von acht Lizenzverträgen für die Öl-und Gas-Förderung durch ausländische Konzerne werde wegen des Sandsturms um einen Tag verschoben. Denn der Flughafen von Bagdad musste am Sonntag wegen des Unwetters geschlossen bleiben. Einige der Vertreter der insgesamt 35 Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben, hätten deshalb nicht pünktlich zu der Bekanntmachung, die im Fernsehen live übertragen werden soll, erscheinen können. Beworben haben sich unter anderem Chevron, Total, Shell und ExxonMobil.

Gemäß einem Abkommen zwischen dem Irak und den USA müssen die US-Kampftruppen die irakischen Städte und Dörfer bis zu diesem Dienstag verlassen. Danach sind noch rund 134.000 Soldaten in Militärstützpunkten außerhalb der Ortschaften stationiert. Der komplette Abzug aus dem Irak ist bis Ende 2011 vorgesehen.

In der 400 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Mossul starben am Montag zwei Polizisten, als auf einer kleinen Brücke ein Sprengsatz detonierte. Andernorts in der Stadt fand die Polizei die Leichen von fünf unbekannten Mordopfern. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen verübten Unbekannte ein Attentat auf ein führendes Mitglied der Islamischen Partei. Der Arzt Jalil Matar starb in der Nacht zum Montag, als eine Magnetbombe unter seinem Auto explodierte.

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