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Irak: UNO-Mission um ein Jahr verlängert

Der Weltsicherheitsrat hat am Donnerstag einstimmig die Mission der Vereinten Nationen im Irak um ein Jahr verlängert. In der US-Resolution wurde die UNO aufgefordert, beim Aufbau demokratischer Institutionen zu helfen.

Ohne die Verlängerung wäre die Mission am Freitag ausgelaufen. Derzeit arbeiten 260 Zivilisten und Soldaten für die UNO im Irak.

Die UNO-Unterstützungsmission für den Irak (UNAMI) war im August 2003 vom Sicherheitsrat eingesetzt worden. Sie erreichte auf Grund der schweren Sicherheitsprobleme nie ihre vorgesehene Stärke. Bevor die UNAMI effektiv tätig werden konnte, zerstörten unbekannte Täter am 19. August 2003 mit einer Autobombe deren Hauptquartier in Bagdad. Dabei wurden 22 UNO-Mitarbeiter getötet.

Der gestürzte irakische Staatschef Saddam Hussein könnte indes schon nach einem Schuldspruch in seinem ersten Prozess hingerichtet werden. Aus irakischen Justizkreisen verlautete, auch wenn noch andere Verfahren ausstünden, bestehe die theoretische Möglichkeit, dass die Exekution sofort vollzogen werde. Mit dem Beginn des ersten Prozesses sei im Herbst zu rechnen. Dabei geht es um dessen Rolle bei dem Massaker an 150 Schiiten im 40 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Dujail 1982.

Die Zahl der Selbstmordanschläge und Autobomben ging einem US- General zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zurück. Generalmajor Rick Lynch, der stellvertretende Stabschef der multinationalen Truppe im Irak, nannte am Donnerstag in Bagdad keine Zahlen. Er betonte jedoch, weniger als ein Viertel der Anschläge hätten Verletzte oder Tote zur Folge gehabt.

Von den 18 Provinzen im Irak komme es nur in vier zu erheblichen Gewalttaten. In den anderen 14 würden durchschnittlich weniger als drei Anschläge pro Tag verübt. Die US-Streitkräfte haben in diesem Monat mehr als 40 Soldaten im Irak verloren, die meisten von ihnen bei Bombenanschlägen.

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