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Irak: Sechs Tote bei Anschlägen in Tikrit

Bei der Explosion von zwei Autobomben vor einer Polizeiakademie in der irakischen Stadt Tikrit sind am Sonntag mindestens sechs Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Die Nachrichtenagentur Reuters sprach von zwei Selbstmordanschlägen, bei denen mindestens sieben Personen ums Leben gekommen seien.

Zum Zeitpunkt des Anschlags wollten Polizeirekruten gerade die Akademie verlassen, um zu einem Ausbildungsprogramm nach Jordanien zu fahren. Als Passanten und Polizisten zum Explosionsort zu Hilfe herangeeilt seien, habe ein zweiter Attentäter das Gelände mit einem Auto befahren und sich ebenfalls in die Luft gesprengt, berichteten Augenzeugen. Nach anderen Angaben sollen Polizisten nach der ersten Detonation Sperrgitter errichtet haben. Dabei sei die zweite Bombe explodiert.

Südlich von Bagdad kamen am Sonntag drei Rebellen ums Leben, als sie einen Sprengsatz am Straßenrand platzieren wollten. Bei einer Serie von Anschlägen am Samstag starben mindestens 16 Menschen, darunter auch ein US-Soldat. Ein Kameramann der Nachrichtenagentur AP wurde von US-Soldaten erschossen.

Human Rights Watch hat indes eine unabhängige Untersuchung der Rolle von US-Verteidigungsminister Rumsfeld beim Folterskandal im Abu -Ghraib-Gefängnis gefordert. Auch gegen den ehemaligen Chef des US- Geheimdienstes CIA, Tenet, solle ermittelt werden, erklärte die Menschenrechtsorganisation.

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Fotos von Misshandlungen irakischer Gefangener würde nur gegen zehn Soldaten vorgegangen. Zugleich sei nicht untersucht, wie die politisch Verantwortlichen einen Rahmen geschaffen hätten, der solche Misshandlungen zugelassen habe. Am Freitag hatte ein Untersuchungsausschuss vier von fünf ranghohen Offizieren der US-Armee von jeglicher Verantwortung an den Misshandlungen freigesprochen.

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