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Irak: Sadr lehnt Auflösung seiner Miliz ab

Der radikale Schiitenprediger Muktada al Sadr hat die Auflösung seiner Miliz vor einem Rückzug der US-geführten Besatzungstruppen aus dem Irak abgelehnt.

„Lasst sie aus dem Irak abziehen und es wird eine friedliche Lösung geben“, sagte Sadr in einem am Freitag ausgestrahlten Interview des katarischen Fernsehsenders „Al Jazeera“. Sadr erklärte sich bereit, die Forderungen der schiitischen Würdenträger zu befolgen; er habe dies bereits getan. Der Prediger lobte die „positive“ Haltung von Großayatollah Ali Sistani, der den Rückzug der Besatzungstruppen aus Najaf und anderen heiligen Orten gefordert habe.

Er selbst habe dafür gesorgt, dass es keine bewaffneten Demonstrationen mehr in Najaf gebe, sagte Sadr. Nun seien es die USA, die für Eskalation der Lage verantwortlich seien. Er werde „bis zum letzten Tropfen Blut“ Widerstand gegen die Besatzungstruppen leisten, sagte der Prediger. Seine Kämpfer seien in Zahl, und Ausrüstung „keine zu vernachlässigende Größe“.

Sadr und Schiitenführer hatten am Donnerstagmorgen eine Waffenruhe für Najaf und Kufa vereinbart, wo sich Besatzer und Sadr-Anhänger seit Wochen heftige Kämpfe geliefert hatten. Bei neuen Gefechten wurden jedoch am Freitag vier Iraker getötet und 13 verletzt. Die US-Armee und Sadr-Vertraute warfen sich gegenseitig vor, die Waffenruhe in Kufa gebrochen zu haben. Sadr hatte einen Rückzug seiner Milizen aus den beiden Städten zugesagt, sollte die US-Armee abziehen.

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