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Irak: Saddam fordert "Toleranz"

Der irakische Ex-Präsident Saddam Hussein hat seine Landsleute aufgefordert, die Gewalt zwischen den Religionsgruppen einzustellen. "Diese ist von den Amerikanern und den Iranern entfacht worden."

Das sagte Saddam nach Angaben seines Anwalts Chalil al-Dulaimi vom Montag.

Am Sonntag hatten arabische Fernsehsender ein Video ausgestrahlt, in dem ein angeblicher Sprecher einer Terrorgruppe aus dem Irak erklärte, die Kämpfer seiner Gruppe hätten in Bagdad und mehreren mehrheitlich von Sunniten bewohnten Regionen des Landes einen „islamischen Staat“ unter Führung eines gewissen Abu Omar al-Bagdadi gegründet. Diese Botschaft der sunnitischen Extremisten war als Reaktion auf die Autonomiebestrebungen der Kurden und Schiiten verstanden worden.

Saddam hatte seinen Anwalt nach dessen Angaben am vergangenen Samstag bei einer Mahlzeit zum Fastenbrechen im Gefängnis aufgefordert, eine Botschaft an die Iraker zu übermitteln. Darin forderte er diese laut Al-Dulaimi auf, denjenigen zu vergeben, die mit den Amerikanern kollaboriert hätten. Auch er sei bereit, denjenigen zu vergeben, die den Amerikanern geholfen hätten, im Juli 2003 seine beiden Söhne Udai und Kusai zu töten. Der Fastenmonat Ramadan, der in der kommenden Woche endet, gilt den Muslimen als Zeit der Versöhnung.

An diesem Montag wollen die Richter im ersten Prozess gegen Saddam Hussein über die Urteilsfindung beraten. Al-Dulaimi erklärte jedoch, er gehe davon aus, dass das Urteil erst in drei Wochen gesprochen wird. In dem ersten Prozess, der vor einem Jahr begonnen hatte, geht es um die Hinrichtung von 148 Schiiten aus der Kleinstadt Dudschail, in der 1982 ein Attentat gegen Saddam fehlgeschlagen war. Im zweiten Prozess wegen des Völkermordes an den Kurden ist die Anhörung der Zeugen noch nicht abgeschlossen.

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