Irak: Saddam bleibt im Hungerstreik

Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagte irakische Ex-Präsident Saddam Hussein befindet sich nun schon seit neun Tagen im Hungerstreik.

Gemeinsam mit drei Mitangeklagten verweigere der 69-Jährige nun seit neun Tagen feste Nahrung, sagte ein US-Militärsprecher am Sonntag in Bagdad. Saddam nehme lediglich süßen Kaffee und andere Flüssigkeiten zu sich. „Trotz ihrer Essensverweigerung sind sie bei guter Gesundheit“, sagte der Sprecher über die Angeklagten.

Mit dem Hungerstreik demonstrierten diese gegen das Gerichtsverfahren und für einen besseren Schutz ihrer Anwälte. Im vergangenen Monat war bereits der dritte Anwalt der Verteidigung von Unbekannten getötet worden.

Saddam ist vor einem Sondertribunal in der irakischen Hauptstadt wegen der Ermordung von 148 Schiiten und der Folter von hunderten weiteren Bewohnern des Dorfes Dujail im Jahr 1982 angeklagt. Ihm droht die Todesstrafe. Ein Urteil könnte im September gefällt werden. Der Prozess soll in einer Woche fortgesetzt werden.

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